„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – Abschied von Frau Prof. Dr. habil. Heike Ludwig

Zum Ende des Wintersemesters 2018/19 wird Heike Ludwig nach 26 engagierten Jahren emeritiert. Der Fachbereich Sozialwesen nahm am 16.01.2019 feierlich Abschied.

Heike Ludwig gehört zur Gründergeneration des Fachbereichs Sozialwesen. Nach dem Abschluss ihres Studiums in Psychologie war sie ab 1978 am Lehrstuhl für Kriminologie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Nach ihrem Ruf an die Ernst-Abbe-Hochschule Jena begann sie am 14.09.1992 in der Lehre und Forschung am Fachbereich. Die Übernahme der Professur Sozialwissenschaften sah sie als Möglichkeit zu Gestalten und die Wissenschaft als Motor für Veränderungen. Ihr Leitspruch ist: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. In diesem Sinne übernahm Heike Ludwig sehr rasch und über viele Jahre hinweg Verantwortung in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung. Nachdem Erika Fellner, die Gründungsdekanin des Fachbereichs Sozialwesen 1994 die Hochschule verließ wurde Heike Ludwig in dieses Amt gewählt. Als Dekanin führte sie mehr als 10 Jahre lang die Geschicke des Fachbereichs. Darüber hinaus vertrat sie den Fachbereich im Senat der Hochschule. Sie war Mitglied des Haushaltsausschusses des Senats und Studiendekanin am Fachbereich. Sie verfolgte das Ziel guter Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung. Dabei half aus ihrer Sicht ein wertegeleiteter Pragmatismus. Sehr stolz ist Heike Ludwig auf die nahezu ununterbrochen sehr positiven Wertungen im nationalen Vergleich der Fachbereiche Sozialer Arbeit im CHE-Ranking. Für die kollegiale und zielführende Zusammenarbeit richtet Heike Ludwig Dank an alle, mit denen sie in den vergangenen Jahren zusammenarbeitete. Bis zur Übergabe hat sie weiterhin den Landesvorsitz für Thüringen in der Deutschen Vereinigung Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe inne. Heike Ludwig gibt dem Fachbereich eine produktive Unruhe mit und wünscht Kollegialität und Durchhaltevermögen im Erreichen gemeinsamer Ziele.

In seiner Abschiedsrede sprach Dekan Andreas Lampert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Fachbereich aus dem Herzen. Heike Ludwigs fachliche Expertise im Bereich der Kriminologie öffneten den Dialog zwischen der Justiz und der Sozialen Arbeit und brachten dem Fachbereich Reputation über die Grenzen Thüringens hinaus. Dahingehend würdigte er auch die menschlichen Qualitäten von Heike Ludwig, welche in der Führung des Fachbereichs und in der Zusammenarbeit deutlich wurden. In seinem öffentlich verlesenen Brief an Heike Ludwig brachte es Andreas Lampert mit einem Zitat aus der Autobiografie von Alexander Granach zum Ausdruck: „Da geht ein Mensch“. Heike Ludwig war beispielgebend in ihrer Loyalität dem Fachbereich und der Hochschule gegenüber. Ihre Verbindlichkeit und Klarheit ließen ihren Standpunkt deutlich werden. Ihre Führungsqualität zeichnete ihr Denken im WIR aus. Heike Ludwig dachte nicht für andere, sie dachte andere mit. In dieser Hinsicht war ihr die Profilbildung des Fachbereichs stets ein wichtiges Anliegen. Diese ermöglicht einerseits Individualität und Expertise in der Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen. Andererseits geht es um das Zusammenspiel der Solistinnen und Solisten als ein Ensemble in den Studiengängen oder der Vertretung des Fachbereichs und der Hochschule. So war es für Heike Ludwig auch immer eine Frage der Haltung, die erkennbar macht, wofür ein Mensch steht. Ihre Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit brachten die Kolleginnen und Kollegen am Fachbereich mit einem persönlich gestalteten Fotobuch zum Ausdruck. Abschließend gab Dekan Lampert mit, dass Heike Ludwig den Zauber des Beginns auch durch die Möglichkeiten wahrnehmen solle, die jedem Abschied innewohnen. Unabhängig davon solle sie sich auch weiterhin als Kollegin an den Fachbereich eingeladen fühlen, den sie über 26 Jahre mitgestaltete.

Für den Fachbereich Sozialwesen: Prof. Dr. Andreas Lampert

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