Vorlesungsverzeichnis – Wintersemester 2019/2020

Bachelor of Arts Soziale Arbeit

weitere Pläne: [alle Lehrenden] [Bachelor / 1. Sem. / 3. Sem. / 5. Sem. / 7. Sem.] [Master / 2. Sem.] [Master C&F] [Master SMP]
in Vorbereitung, Änderungen vorbehalten - Stand:05.08.2019

1.126 - Jugendarbeit / Jugendpolitik

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 1.126 Vertiefung Arbeitsfeld
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 7. Semester (BASA)
1.126  -   Seminar  -  Wintersemester 2019/2020
Zeit / Ort:?
Veranstaltungsbeginn: 

Teilnehmer: 7. Semester

Das sozialpädagogische Handlungsfeld der Kinder- und Jugendarbeit ist zu verstehen als eine bewegliche Architektonik von Theorien, Konzepten, Institutionen und Praktiken mit einer hybriden und transversalen Identität.
Die Seminarveranstaltung bearbeitet grundlegende konzeptionelle Fragen und Themen der Kinder- und Jugendarbeit und analysiert aktuelle Themen dieses sozialpädagogischen Handlungsfeldes wie z. B.

• Freiwilligkeit, Anerkennung, Spaß und Beteiligung als konstituierende Basiselemente
• Neue Theorieverflechtungen der Kinder- und Jugendarbeit
• Konzeptionelle Elemente der Kinder- und Jugendarbeit: relationale Assemblagen
• Jugendarbeit, Jugendpolitik und Jugendarbeitspolitik
• Fachlich-empirische Entwicklungen in West- und Ostdeutschland
• Kommunale und verbandliche Jugendarbeit
• Methoden (in) der Kinder- und Jugendarbeit
• Partizipation und politische Bildung
• Internationale Jugendarbeit

Leistungsnachweise können erworben werden durch kontinuierliche und aktive Teilnahme sowie durch Referate/ Präsentationen zu ausgewählten Themenschwerpunkten.

Prof. Dr. Werner Lindner

 

1.126 - Theorie und Praxis der Hilfen zur Erziehung

Schwerpunkt Jugend und Familie
 
Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 1.126 Vertiefung Arbeitsfeld
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 7. Semester (BASA)
1.126  -   Seminar  -  Wintersemester 2019/2020
Zeit / Ort:?
Veranstaltungsbeginn: 

Teilnehmer: 7. Semester

Im Zentrum des Vertiefungsseminars stehen die arbeitsfeldspezifischen Rahmenbedingungen sowie Handlungsformen und konzeptionelle Leitideen der Hilfen zur Erziehung (HzE), wie bspw. Partizipation vs. Zwang, Kooperation, Hilfeplanung, Sozialraumorientierung. Diese werden bezogen auf stationäre und ambulante Handlungsfelder der HzE diskutiert.
Ein weiterer Fokus liegt auf zentralen historischen Entwicklungslinien der HzE und ihren Konsequenzen für die gegenwärtige Praxis. Dabei wird ausführlich die Geschichte der Heimerziehung der 1950er-1970er Jahre der BRD sowie das System der DDR-Jugendhilfe/Heimerziehung im Seminar behandelt.
Das Seminar findet 14tägig und teilgeblockt statt. Blocktage:
• 25. Oktober (halbtägig; ab 13.30)
• 26. Oktober (Ganztägig),
• 16. November (ganztägig)
• 31. Januar (halbtägig)

Die Blocktage am 25. und 26. Oktober werden gemeinsam von Manuela Rummel (Bildungsreferentin der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau) und mir gestaltet. In diesem Zeitrahmen wird auch ein Besuch der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt stattfinden.
Verbindlicher Bestandteil des Seminars für alle Teilnehmer*innen ist eine Exkursion zur Gedenkstätte „Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“ (Ausstellungsführung und Zeitzeug*innengespräch). Die Exkursion nach Torgau findet am 16. November als Tagesexkursion statt.
Geplant sind des Weiteren auch Praxisbesuche bei Trägern/Akteuren von Hilfen zur Erziehung (Landesjugendamt: Heimaufsicht, Erziehungsberatung)

Folgende Themenschwerpunkte werden im Seminar bearbeitet:
• Heimerziehung der 50er bis 70er Jahre (BRD und DDR) und ihre Aufarbeitung
• Machtverhältnisse, Partizipation und Ombudschaft
• Hilfe und Kontrolle (ambulante Hilfen, Kinderschutz)
• Zwang in den HzE
• Schutzkonzepte
• Elternarbeit in den HzE
• Integrierte, flexible und sozialraumorientierte Ausrichtung von HzE
• Hilfeplanung: Ressourcenorientierung und Partizipation
• Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den HzE
• Übergänge aus (stationären) Hilfen in die Selbständigkeit – Leaving Care
Zum Leistungserwerb:
Prüfungsleistungen: Referat mit schriftl. Handout oder Hausarbeit

Erfolgreiche Teilnahme (unbenote Leistung): Lernportfolio -- > Kurzprotokolle mit Reflexion zu 3 Seminarthemen
• Fokus auf zentralen Inhalten, Diskussionen, Erkenntnissen d. jeweiligen Seminarsitzung
• Was habe ich Neues gelernt, was ist mir aufgefallen? … in Bezug auf die Inhalte, fachlicher und übergreifender Art
• Gibt es Verbindungen zu persönlichen Praxiserfahrungen? (Übereinstimmungen / Differenz)
• Was ist für mich offen geblieben?

Form: Die Kurzprotokolle sind als „Fließtexte“ zu verfassen, Stichpunkte sind nicht ausrei-chend. Die Protokolle werden ergänzt durch eine Literaturrecherche (mind. 3 aktuelle fachwis-senschaftliche Quellen: z.B. Zeitschriften, Positionspapiere… )
Abgabe und kurze Vorstellung d. Lernportfolios am 31.01. 2020



Prof. Dr. Diana Düring

 

1.126 - Neue Wege in der Altenarbeit - Wohnumfelder als soziale Ressource

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 1.126 Vertiefung Arbeitsfeld
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 7. Semester (BASA)
1.126  -   Seminar  -  Wintersemester 2019/2020
Zeit / Ort:?
Veranstaltungsbeginn: 

Teilnehmer: 7. Semester

Prof. Dr. Rolf W. Pfeiffer

 

1.126 - Achtsamkeit-Bildung-Medien

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 1.126 Vertiefung Arbeitsfeld
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit > 7. Semester (BASA)
1.126  -   Übung  -  Wintersemester 2019/2020
Zeit / Ort:Mo, 14.10.2019, 10:00-23:59 Uhr - Ort: Jugendbildungsstätte Hütten,
Di, 15.10.2019, 00:00-23:59 Uhr - Ort: Jugendbildungsstätte Hütten,
Mi, 16.10.2019, 00:00-23:59 Uhr - Ort: Jugendbildungsstätte Hütten,
Do, 17.10.2019, 00:00-23:59 Uhr - Ort: Jugendbildungsstätte Hütten,
Fr, 18.10.2019, 00:00-16:00 Uhr - Ort: Jugendbildungsstätte Hütten
Veranstaltungsbeginn:  Mo., 14.10.2019, 10:00 - 23:59, Ort: (Jugendbildungsstätte Hütten)

Teilnehmer: 7. Semester

Im Zentrum der fünftägigen Kompaktveranstaltung stehen die folgenden Punkte:

  • die Festigung und Vertiefung der eigenen Achtsamkeitspraxis durch die intensive gemeinsame Übungszeit in der Gruppe.
  • die gemeinsame Beschäftigung mit dem 2019 erschienenen Buch "Bildung 5.0 - Wissenschaft, Hochschulen und Meditation" vor dem Hintergrund des Thüringer Modellprojekts "Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft". Einer der drei Buchautoren - Dr. Reiner Frey (Kanzler a.d. der Frankfurt University of Applied Sciences) - wird als Gastreferent an 2 Tagen anwesend sein. Er wird gemeinsam mit uns den aktuellen Stand der Achtsamkeits- und Meditationsforschung sowie die gesellschaftlichen Chancen und Risiken von Achtsamkeit reflektieren. Zugleich ist er auch ein sehr erfahrener Meditationslehrer und wird uns in die von ihm speziell für Studierende entwickelten Formen der Meditation ganz praktisch und mit viel Begeisterung und Tiefgang einführen.
  • das Erlernen der Anleitung von kleinen Achtsamkeitsübungen für diejenigen Teilnehmenden, die bereits eine tägliche Übungspraxis etabliert haben und im beruflichen Kontext der sozialen Arbeit in der Teamarbeit oder der Arbeit mit Klient*innen Achtsamkeitsübungen professionell einsetzen und anleiten möchten.
  • die Vorbereitung von wissenschaftlichen Hausarbeiten sowie der Dokumentation von implizitem Erfahrungswissen zum Themenfeld. Dies wird für die schriftlich vorzulegende Prüfungsleistung benötigt. Details dazu sind individuell vorab via Email oder während der Veranstaltung mit dem Seminarleiter abzustimmen. Alternativ zum Leistungsnachweis sind auch Teilnahmescheine möglich.

Die intensive gemeinsame Arbeit am eigenen Tagesablauf sowie die damit verbundenen gruppendynamischen Prozesse spielen für die Veranstaltung eine zentrale Rolle. Mit ihrer Hilfe lässt sich eine nachhaltige Verankerung der achtsamen Grundhaltung erreichen. Dieser Haltung kommt sowohl mit Blick auf die berufliche Praxis in der sozialen Arbeit als auch mit Blick auf die zu vertiefende Sachkenntnis des Arbeitsfelds eine Schlüsselrolle zu. Aus diesem Grund sind die durchgehende Anwesenheit an den fünf Veranstaltungstagen sowie die Übernachtung vor Ort obligatorisch. Die Veranstaltung beginnt am Montag um 10.00 Uhr und endet am Freitag um 16.00 Uhr.

Die Kosten, die für Übernachtung im Mehrbettzimmer sowie für die vegetarische Vollpension für jede(n) einzelne(n) Teilnehmende(n) entstehen, belaufen sich auf 152,50 Euro pro Person. Dieser Betrag ist individuell vor Ort mit der Jugendbildungsstätte Hütten abzurechnen.

Die stud.ip-Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist verbindlich. Bei kurzfristiger Absage der Teilnahme durch die/den einzelne(n) Teilnehmende(n) fallen für diese(n) Ausfallzahlungen an die Jugendbildungsstätte Hütten an. Diese belaufen sich auf 50 % der oben genannten Summe (152,50 Euro) in den Wochen 5, 6 und 7 vor Kursbeginn, auf 75 % in den Wochen 3 und 4 vor Kursbeginn und auf 100 % in den letzten beiden Wochen vor Kursbeginn.

Bei Anreise mit dem Zug empfiehlt sich der Zielbahnhof Zeutsch. Die Jugendbildungsstätte wird für Montag um 9.10 Uhr (Abfahrt Bahnhof Zeutsch) einen kostengünstigen Shuttle (pro Person ca. 1 Euro) nach Hütten einrichten. Ein entsprechendes Angebot wird es für die Abreise geben. Weitere Details (u.a. auch zu besonderen Ernährungsbedürfnissen bei Allergien etc.) erfahren die anmeldeten Teilnehmenden via Rundmail.

Basis-Literatur:
Jon Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation. Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, München: Barth 2013.
Frank Dievernich, Gerd Döben-Henisch, Reiner Frey: Bildung 5.0 - Wissenschaft, Hochschulen und Meditation, Weinheim und Basel: Beltz 2019.
Ulrich Pfeifer-Schaupp: Achtsamkeit in der Kunst des (nicht) Helfens, Freiburg i.Br.: Arbor 2010.

Weiterführende Literatur:
Ronny Beyeler: Das Konzept der Achtsamkeit in der Beratung der Sozialen Arbeit, Saarbrücken: Akademikerverlag 2015.
Steven F. Hick (Hrsg.): Mindfulness and Social Work, Chicago: Lyceum 2009.
Gregory Kramer: Einsichts-Dialog. Weisheit und Mitgefühl durch Meditation im Dialog, Freiamt im Schwarzwald.: Arbor 2009.
Linda Lehrhaupt und Petra Meibert: Stress bewältigen durch Achtsamkeit, München: Kösel 2016.
Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt: Timeout statt Burnout. Einübung in die Lebenskunst der Achtsamkeit, Stuttgart: Klett-Cotta 2012.
Schöberl, Nina-Maria: Bewusstseinsprozesse in der klinischen sozialen Arbeit: Achtsamkeit als Methode, Hannover: ibidem 2019
Schwerpunkt Achtsamkeit, in: Sozial Aktuell. Die Fachzeitschrift des Berufsverbandes für Soziale Arbeit in der Schweiz, Nr. 5, Mai 2016, Bern: AvenirSocial, S. 10-30.
Thich Nhat Hanh: Achtsam sprechen, achtsam zuhören. Die Kunst der bewussten Kommunikation, München: Barth 2014.

Videos:
Die Revolution der Selbstlosen. Mitgefühl - Altruismus - Hilfsbereitschaft, Mind Jazz Pictures, Frankreich 2016.
From Business to Being, Mind Jazz Pictures, Deutschland 2017.
Youtube Channel: Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft, Deutschland 2019ff

Prof. Dr. Mike Sandbothe, M.A.