Vorlesungsverzeichnis – Wintersemester 2021/2022

Bachelor of Arts Soziale Arbeit – 5. Semester

weitere Pläne: [alle Lehrenden] [Bachelor / 1. Sem. / 3. Sem. / 5. Sem. / 7. Sem.] [Master / 2. Sem.] [Master SMP]
Stand:01.11.2021 - Änderungen vorbehalten

1.213/1.219/1.125 - Migration and Participation Law Clinic (MaP): Ausbildung zur ehrenamtlichen Beratung

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.219 - Wahlpflichtmodul 2 / Studium Integrale
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 3. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.213 - Wahlpflichtmodul 1 / Studium Integrale
1.213/1.219/1.125  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Di, 18:30-20:00 Uhr (wöchentlich), Ort: Hörsaal 6 - (04.00.01)
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 26.10.2021 18:30 - 20:00, Ort: Hörsaal 6 - (04.00.01)

Teilnehmer: 3. + 5. Semester

Gegenstand dieses Seminars ist ein Ausbildungsprogamm, welches Studierende (und weitere Interessierte) dazu qualifiziert, unter (voll-)juristischer Supervision, ehrenamtlich Migrant:innen zu Fragen der sozialrechtlichen Teilhabe zu beraten, insbesondere zum Bildungs- und Arbeitsmarktzugang. Beispiele sind der Zugang zu Sprachkursen, zu Ausbildungsplätzen, zu Beschäftigung oder zum Studium. Das Ausbildungsprogramm ist ein zentraler Teil der neu gegründeten „Migration and Participation Law Clinic“ („MaP“, (nähere Informationen: www.eah-jena.de/map).

Nach dem Ausbildungssemeser sollen erste Beratungen von Migrant:innen ab Frühjahr 2022 durch „Tandems“ von je zwei Studierenden stattfinden. Zur Beratung ist berechtigt, wem am Ende des WS das MaP-Zertifikat verliehen wurde. Dieses Zertifikat erhält, wer nachweislich regelmäßig am Seminar teilgenommen hat und zum Abschluss die Simulation einer Beratungssituation bestanden hat.

Als Leistungsnachweis dient im Modul 1.213 das Bestehen dieser Simulation am Ende des Semesters.
Als Leistungsnachweis für das Modul 1.219 ist ebenfalls diese Simulation zu bestehen. Außerdem ist entweder ein zur Veröffentlichung bestimmtes Protokoll einer der Seminarsitzung (3-5 Seiten, bitte ggf. mich anschreiben für die ersten Stunden) oder ein Reflexionsbericht der Beratungssimulation oder des gesamten Ausbildungsprogramms (ebenfalls 3-5 Seiten) einzureichen (für Modul 1.219).

Die Gegenstände des Seminars können dem Ausbildungsplan (siehe “Dateien“ auf Stud.IP) entnommen werden. Hierzu zählt ein autobiographischer Einstieg, aber auch Grundlagen wie: was ist eine Law Clinic?; Grundzüge des Asyl-, Aufenthalts- und Freizügigkeitsrechts; sowie eine Einführung in Sozial- und Arbeitsrecht. Weiterhin wird vermittelt, wie eine Beratung ablaufen kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Auch wird dargestellt, mit welchen besonderen Schwierigkeiten Klient:innen der Zielgruppe zu tun haben können (wie Traumatisierung oder Rassismus). Im Kern wird es aber um die Vermittlung juristischer Kenntnisse des Zugangs zum Bildungs- und Arbeitsmarkt von Migrant:innen gehen.

Prof. Dr. Frederik von Harbou

 

1.213/1.219/1.125 - International University Week (IUW, April 2022)

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.219 - Wahlpflichtmodul 2 / Studium Integrale
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 3. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.213 - Wahlpflichtmodul 1 / Studium Integrale
1.213/1.219/1.125  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Mi, 17.11.2021, 17:30-18:30 Uhr - Ort: Online, BBB-Link auf Stud.IP
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 17.11.2021 17:30 - 18:30, Ort: (Online, BBB-Link auf Stud.IP)

Teilnehmer: 3. + 5. Semester

In diesem Seminar wird die International University Week (IUW) inhaltlich wie organisatorisch vorbereitet. In diesem Jahr findet die IUW vom 25.-28. April 2022 in Porsgrunn (Norwegen), Hasselt (Belgien), Girona (Spanien) und St. Pölten (Österreich) statt. Sie ist im Rahmen des europäischen Erasmus-Hochschul-Kooperationsabkommens angesiedelt. Teilnehmen können Studierende aller sieben Semester des BA-Studienprogramms (auch des ersten Semesters!).

Als Leistungsnachweis dient eine (unbenotete) Studienleistung, die neben verlässlicher Anwesenheit insb. in der Mitarbeit bei der Dokumentation der IUW besteht.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auch im Hinblick auf die der EAH zustehende Zahl der Teilnehmendenplätze und die ggf. von der EAH gewährten Zuschüsse für die Auslandsreise. Teilnehmen können lediglich Studierende, die in beiden Semestern (WiSe 2021/22 und SoSe 2022) bei der Vorbereitung und Durchführung der IUW mitwirken. Interessent:innen tragen sich bitte über stud.ip (als vorläufig zugelassene) Studierende in die Veranstaltung ein.
Termin für das erstes Vorbereitungstreffen: 17. November (Mi.) von 17:30 bis 18:30 Uhr (online, BBB-Link s. stud.ip), auf dem die Teilnahmeplätze vergeben werden.

Prof. Dr. Frederik von Harbou

 

1.219/1.125 - Antidiskriminierung aus juristischer und sozialarbeiterischer Sicht

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.219 - Wahlpflichtmodul 2 / Studium Integrale
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
1.219/1.125  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Di, 9:30-12:45 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.00.10
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 19.10.2021 09:30 - 12:45, Ort: 05.00.10

Teilnehmer: 5. Semester

Antidiskriminierung bildet einen gemeinsamen juristischen und sozialarbeiterischen Wirkungsbereich. Unter Diskriminierung werden alle Phänomene subsumiert, die mit Ungleichbehandlung und den damit einhergehenden Benachteiligungen und Ausschlüssen einzelner Personen oder Gruppen aufgrund von vermeintlich eindeutigen Unterscheidungseigenschaften einhergehen. Diese Differenzierungspraktiken bilden die Grundlage für die Rechtfertigung, Legitimierung und Begründung von Ungleichbehandlung, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Benachteiligung. Nach § 1 AGG sollten jedoch „Benachteiligungen aus Gründen der ‚Rasse‘ oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ verhindert oder beseitigt werden. Diskriminierungen kommen in jedem Handlungsfeld Sozialer Arbeit vor. Demzufolge gehört der Erwerb von Kenntnissen zu Antidiskriminierungsarbeit zu den Schlüsselkompetenzen der Sozialarbeitenden.

Folgende Fragenstellungen werden im Rahmen der Lehrveranstaltung behandelt:

  • Was wird unter Diskriminierung verstanden? Wie äußert sich die Diskriminierung?
  • Welche Formen von Diskriminierung gibt es?
  • Welche Wirkungen haben verschiedene Formen von Diskriminierung in den Lebenswelten der Adressat*innen der Sozialen Arbeit?
  • Welche möglichen Rechtsschritte können die Adressat*innen der Sozialen Arbeit im Fall von Diskriminierung vornehmen?
  • Auf welchen Rechtnormen können die Sozialarbeitende ihre Intervention begründen?
  • Welcher Handlungsauftrag entsteht für Sozialarbeitende im Fall von Diskriminierung?
  • Worin besteht der Auftrag und wo ist die Abgrenzung zum rechtlichen Auftrag?

Nach dem Abschluss des Seminars haben/können Studierende:
  • Kenntnis über rechtliche Grundlage des Antidiskriminierungsrechts;
  • Kenntnis über verschiedene Diskriminierungsformen;
  • Kenntnis über den Diversitätsansatz;
  • Kenntnis über die Antidiskriminierungsberatung;
  • die Diskriminierungsmechanismen in verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit erkennen;
  • den Ansatz der Intersektionalität und des Othering auf die Analyse eines Fallbeispiels anwenden.

Im Rahmen des Seminars können Leistungen für die Module 1.125 (Prüfungsordnung 2012) und im Modul 1.219 (Prüfungsordnung ab 2019) erworben werden. Für das Modul 1.125 eine Studienleistung (Referat) und für das Modul 1.219 eine Prüfungsleistung (Referat mit Ausarbeitung von höchstens 8 Seiten pro Person – das Literaturverzeichnis wird nicht dazugezählt). Anhand von Fallbeispielen können die Studierenden die Anwendung der jeweiligen Ansätze (Intersektionalität und Othering), eines Ansatzes (Intersektionalität oder Othering) herausarbeiten und/oder rechtliche Grundlagen vorstellen und deren Voraussetzungen/Mechanismen/Wirkungen erörtern.

Eine genauere Themenübersicht mit Vorschlägen für Referatsthemen folgt in Kürze. Ihre eigenen Referatswünsche können bereits jetzt per E-Mail an die Dozentinnen geäußert werden.

Mit dem juristischen und sozialarbeiterischen Zugang zum Thema der Antidiskriminierung entwickeln die Studierenden der Sozialen Arbeit ein Bewusstsein für eine interdisziplinäre Perspektive auf die Antidiskriminierungsarbeit zu entwickeln. Diese soll ihnen helfen, den eigenen professionellen sozialarbeiterischen Auftrag sowohl in Abgrenzung als auch in Überschneidung mit dem rechtlichen Auftrag zu erkennen und demzufolge sozialarbeiterische Interventionen zu entwickeln.

Die Literatur wird zum Beginn des Seminars bekanntgegeben.

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz, M.mel. , Prof.in Dr.in Anna Kasten

 

1.219/1.125 - Theorie und Praxis im Fundraising

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.219 - Wahlpflichtmodul 2 / Studium Integrale
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
1.219/1.125  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Do, 03.03.2022, 09:30-16:45 Uhr,
Mo, 07.03.2022, 09:30-18:00 Uhr,
Di, 08.03.2022, 07:45-19:00 Uhr
Veranstaltungsbeginn:  Thu , 03.03.2022 09:30 - 16:45

Teilnehmer: 5. Semester

Guten Tag,
am 7.3.22 findet vorauss. der nächste Mitteldeutsche Fundraisingtag in Präsenz an der EAH statt.
Max. 20 Studierende können mitmachen und im Wahlpflichtmodul 1.219 (PL)/1.125 (SL) (nicht 1.223/1.120!): Theorie und Praxis im Fundraising eine Studien- (1.125) bzw. Prüfungsleistung (1.219) erbringen.
Die Prüfungsleistung kann ein Referat sein (max. 8 Referate), oder ein qualifiziertes Protokoll eines besuchten Workshops. Bitte tragen Sie in der Liste ein, ob Sie ein Referat oder ein Workshop-Protokoll bevorzugen.

Bei verbindlicher Bereitschaft dazu tragen Sie sich ein oder geben Sie eine Rückmeldung mit Name und Matrikelnummer an reiner.adler@eah-jena.de.
Falls hierzu bereits eine Zusage gegeben wurde, teilen Sie das bitte auch mit.
Für Rückfragen das Blubber nutzen...

Für Ihre Teilnahme gelten folgende Bedingungen:
1. Ein jeweils ganztägiges Blockseminar am 3.3. sowie 7.3.2022 vorauss. in Präsenz.

2. Organisation der Tagung mit Erstellung der Tagungsmappe, Aufbau der Räume am Nachmittag des 7.3. (bis. ca. 19.00 Uhr). Empfang der Besucher*innen am 8.3.22 (ab. ca. 07.30 Uhr). Abbau der Veranstaltung/Räume am 8. 3. (bis ca. 19.00 Uhr).

3. Nach Tagungsabschluss werden Sie am 8.3. ab ca. 19.00 Uhr zu einem Feedback-Abendessen in Jena eingeladen (keine Teilnahmepflicht).

4. Sie erhalten die Möglichkeit, an der Eröffnungsveranstaltung beziehungsweise Schlussveranstaltung teilzunehmen. Sie können zwei Workshops besuchen, die Auswahl wird in der Veranstaltung geklärt. In den Workshops selbst haben sie, abgesehen von einer evtl. situativ erforderlichen Unterstützung der Referent*innen, keine weiteren Aufgaben. Sie nehmen als reguläre Besucher*in teil.

5. Sie erhalten vom Tagungsanbieter (FundraisingForum e.V.) eine offizielle Teilnahmebestätigung z.B. für Ihre späteren Bewerbungsunterlagen.

6. Sie nehmen gratis an der Tagungsverpflegung teil.

Die Prüfungsleistung wird wegen des Charakters der Veranstaltung nur bei vollständiger Teilnahme an allen drei Seminartagen erteilt. Aufgrund der besonderen Gestaltung der Veranstaltung besteht Anwesenheitspflicht, die dokumentiert wird. Bringen Sie am 8.3.22 einen ausgefüllten Schein mit.

Falls Sie die o.g. Bedingungen nicht eingehen können, werden Sie gebeten, sich nicht anzumelden.
Beste Grüße
Prof. Adler

Prof. Dr. rer.soc. Reiner Adler

 

1.219/1.125 - Vertrauen, Scham und Schuld: Emotionen und Soziale Arbeit

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.219 - Wahlpflichtmodul 2 / Studium Integrale
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
1.219/1.125  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Do, 11:15-12:45 Uhr (wöchentlich), Ort: online
Veranstaltungsbeginn:  Thu , 21.10.2021 11:15 - 12:45, Ort: (online)

Teilnehmer: 5. Semester

Inhalt:
Diese Lehrveranstaltung stellt das Thema Emotionen in den Mittelpunkt, insbesondere konkrete emotionale Reaktionen, wie Scham, Schuld, Vertrauen und Ärger. Wir diskutieren aus Sicht verschiedener Disziplinen, der Psychologie, der Soziologie, der Sozialen Arbeit u.a. die Bedeutung der Emotionen fürs praktische Handeln. Ziel ist es, eine integrative Sichtweise auf Emotionen zu vermitteln. Das Seminar bietet einen Mix aus theoretischem Input, Lern- und Lesezeiten, sowie Interaktionen, Selbstreflexion und Gruppendiskussionen zum Thema.

Die Studien- bzw. Prüfungsleistung wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben. Aktive Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt.

Corona Hinweis:
Auf Grund der SARS Covid-19 Pandemie wird die Veranstaltung im Sinne des Blended-Learning als Online-Seminar stattfinden, d.h. je eine Woche gemeinsam über BBB, eine Woche arbeiten Sie alleine mit Ihrer Lerngruppe.
Bitte informieren Sie sich regelmäßig und checken Sie Ihre EAH-Mails sowie die TopNews /Stud.IP bezüglich evtl. Änderungen. Danke! Das Seminar lebt von Ihrer Teilnahme, weshalb bei den gemeinsamen Veranstaltungen über BBB Anwesenheit erforderlich ist.

Prof.in Dr.in Diana Düring , Prof.in Dr.in phil. Nicole Harth

 

1.219/1.125 - MBST

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.219 - Wahlpflichtmodul 2 / Studium Integrale
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
1.219/1.125  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Mi, 11:15-12:45 Uhr (wöchentlich), Ort: online,
Mi, 01.12.2021, 15:00-20:00 Uhr - Ort: Online Digital Detox Retreat
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 20.10.2021 11:15 - 12:45, Ort: (online)

Teilnehmer: 5. Semester

Achtsamkeitsbasiertes Studierenden-Training MBST®1.0 - ONLINE-Lehrveranstaltung

In der sich entwickelnden digitalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts beschleunigen sich auch die Kommunikationsprozesse an den Hochschulen. Zunehmend mehr Studierende leiden unter chronischen Belastungsstörungen mit entsprechenden Konsequenzen für die Gesundheit. Das hat bereits 2016 die AOK-Studie Studierendenstress in Deutschland gezeigt, die zu dem Ergebnis kam, dass sich Studierende insgesamt gestresster als der Durchschnitt der Beschäftigten in Deutschland fühlen. Hinzu kommt heute der Sachverhalt, dass unsere Kultur in Zeiten von Pandemie und Klimawandel einem kollektiven Stress-Test ausgesetzt ist, der sich zunehmend auch auf das Lehren und Lernen an Hochschulen auswirkt.
MBST® 1.0 verbindet individuelle und soziale mit systemischen und ökologischen Achtsamkeitsübungen. Dabei spielen die säkularen Achtsamkeitskonzepte von Jon Kabat-Zinn (University of Massachusetts Medical School), Gregory Kramer (Metta Foundation), Claus Otto Scharmer (Massachusetts Institute of Technology), Arawana Hayashi (Presencing Institute) und Ellen Langer (Harvard University) eine wichtige Rolle.
Im Zentrum des Kurses stehen einfache Übungen, die sich unmittelbar auf die alltägliche Studienpraxis und die besonderen Herausforderungen von Studierenden in Zeiten des Wandels auswirken. Die beiden Hauptziele des Trainings bestehen darin, das grundlegende ABC säkularer Achtsamkeitsübungen zu vermitteln und die Studierenden dabei zu unterstützen, 15-20 Minuten Achtsamkeitspraxis in ihren Tagesablauf zu integrieren.
Sitz-, Geh- und Dialogmeditationen, Atemraum- und Bewegungsübungen, Achtsames Schreiben, Sense Lab, Body Scan, Moving Body Scan, Social Body Scan und Eco Body Scan werden in den zwölf 90-minütigen Kursterminen eingeübt und im Erfahrungsaustausch reflektiert. Das ist die Grundlage für die tägliche Praxis zuhause. Zur Vertiefung findet in der siebten Semesterwoche das fünfstündige Digital Detox Retreat statt. Darüber hinaus wird der Erfahrungsaustausch im Mindfulness Diary sowie im wöchentlichen Dyaden-Gespräch mit dem persönlichen Buddy intensiviert.
In der medizinischen und sozialwissenschaftlichen Evaluation der Prototypen wurden die grundlegenden Transformationsmechanismen untersucht, die dazu führen, dass die Teilnehmenden u.a. über eine Verbesserung von Motivation, Resilienz, Aufmerksamkeits- und Emotionsregulation sowie eine Reduktion von Prokrastination, Prüfungsangst und Schreibblockaden berichten. Darüber hinaus verändern sich der Umgang mit digitalen Medien, das Studienmanagement, das soziale Verhalten und das Gruppengefühl auf gesundheitsförderliche Art und Weise (vgl. Sandbothe/Albrecht, Bielefeld: transcript 2022). Auch in Zukunft wird das Kursformat wissenschaftlich begleitet und evidenzbasiert weiterentwickelt. Das geschieht in Zusammenarbeit mit dem 2020 gegründeten Mindful Universities Research Lab.
Achtsamkeit entfaltet ihre Wirkung vor allem durch die Regelmäßigkeit der Anwendung. Daher ist das Rückgrat des Kurses die tägliche Übung der Achtsamkeitspraxis zu Hause (15-20 Minuten pro Tag). Audio-Dateien werden für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Die Bereitschaft, die tägliche Übungszeit über die Dauer des Kurses zu investieren, ist Teilnahmevoraussetzung. Die aktive Teilnahme an den wöchentlichen Terminen sowie insbesondere am Digital Detox Retreat (Mi, 1.12.2021, 15-20 Uhr) ist obligatorisch. Die Vergabe eines Leistungsnachweises setzt darüber hinaus voraus, dass bei den wöchentlichen Terminen nicht mehr als drei entschuldigte Fehlzeiten vorliegen.
Literatur
• Jon Kabat-Zinn: Wach werden und unser Leben wirklich leben. Wie wir Achtsamkeit im Alltag praktizieren, Freiburg im Breisgau: Arbor 2019.
• Mike Sandbothe und Reyk Albrecht (Hrsg.): Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft, Bielefeld: transcript 2022 (im Druck).
• Mike Sandbothe, Reyk Albrecht und Hubert Ostermaier: achtsam.digital.bilden - Das Achtsamkeits-ABC in Zeiten des Wandels, Verlag noch offen, 2022 (in Vorbereitung).
• Claus Otto Scharmer: Essentials der Theorie U - Grundprinzipien und Anwendungen, Heidelberg: Auer 2019.

Wichtig für eine achtsamkeitsbasierte Durchführung im Online-Format ist, dass alle Teilnehmenden eine stabile Internetverbindung sowie eine funktionierende Kamera und ein funktionierendes Mikro zur Verfügung haben. Bitte sorgen Sie auch dafür, dass Sie während der Lehrveranstaltung in einem ruhigen Raum sind, in dem Sie aktiv und ungestört am Seminar teilnehmen können.

®MBST ist eine für die Achtsam.Digital GmbH & Co. KG eingetragene deutsche Wortmarke.

Prof. Dr. Mike Sandbothe, M.A.