Berufsperspektiven, Einsatzgebiete und Arbeitsfelder in der Sozialen Arbeit

Berufsperspektiven
Die Soziale Arbeit gehört seit den 60er Jahren zu den wachstumsstärksten Beschäftigungsbereichen in der Bundesrepublik. Auch wenn im Rahmen der ‘Grenzen des Sozialstaats’ für die Zukunft nicht mehr mit vergleichbaren Wachstumsquoten zu rechnen ist, ist die Soziale Arbeit auch künftig angesichts von sozialem Wandel, sozialen Problemen und dem daraus entstehenden gesellschaftlichen und sozialpolitischen Steuerungsbedarf ein sicheres und attraktives Berufsfeld. Insbesondere in Ostdeutschland befinden sich die Sozialen Dienste nach wie vor in einem Aufbau- und Umstrukturierungsprozess.

Das Studium der Sozialen Arbeit qualifiziert dabei für ein sehr vielschichtiges Feld von Berufsbildern, Zielgruppen und Praxisfeldern.


Einsatzgebiete und Aufgabenfelder der Absolvent*innen
Absolvent*innen der Sozialen Arbeit sind in der Bundesrepublik vor allem bei sog. Öffentlichen und Freien Trägern beschäftigt. Öffentliche Träger sind Einrichtungen, die in der Verantwortung des Staates – der Kommunen, Länder oder des Bundes – arbeiten: v.a. die Jugendämter, Sozialämter und Gesundheitsämter, aber auch die Arbeitsämter, Justizeinrichtungen oder Schulen. Freie Träger sind private und meist gemeinnützige Organisationen. Die wichtigsten und größten Arbeitgebenden sind die Wohlfahrtsverbände: z.B. die Arbeiterwohlfahrt (AWO); der Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV); die Caritas; das Diakonische Werk oder das Deutsche Rote Kreuz. Freie Träger sind aber auch die Jugendverbände oder kleinere und lokale Vereine und Initiativen.

Aufgabenfelder sind unter anderem:

  • Jugendhilfe, Hilfen zur Erziehung
  • Kinderschutz, Jugendarbeit
  • Soziale Dienste
  • Sozialplanung, Sozialmanagement
  • Straffälligenhilfe
  • Frauenförderung, Frauenbildung, Frauenberatung
  • Gerontologie, Einrichtungen der Altenhilfe
  • Sozialarbeit mit Ausländern, Flüchtlingen
  • Einrichtungen für Behinderte
  • Suchtberatung, Sozialpsychiatrie
  • Gesundheitshilfe, Einrichtungen des Gesundheitswesens