Prof. Dr. Frederik von Harbou

Forschungsprojekte

DFG-Projekt Menschenrechtliche Transformationen des deutschen Migrationsrechts (2022-2026)


Die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert seit September 2022 für die Dauer von vier Jahren das Forschungsprojekt „Menschenrechtliche Transformationen des deutschen Migrationsrechts“ von Prof. Dr. Frederik von Harbou (Projektleiter) und Adriana Kessler, L.L.M (Projektmitarbeiterin und Doktorandin). Das Projekt ist Teil der von Prof. Dr. Jürgen Bast (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel (Philipps-Universität Marburg) geleiteten interdisziplinären Forschungsgruppe „Menschenrechtsdiskurse in der Migrationsgesellschaft (MeDiMi)."

Das an der EAH angesiedelte Teilprojekt von Prof. v. Harbou untersucht Reichweite, Formen und Folgen des Vordringens von Menschenrechtsdiskursen im deutschen Migrationsrecht. Dabei handelt es sich um dasjenige Teilgebiet der deutschen Rechtsordnung, das mit der Gebietszulassung, der Determination des Aufenthaltsstatus, der Asylberechtigung sowie mit der Integration und Einbürgerung von Migrant:innen befasst ist. Gefragt wird, inwiefern durch die Rezeption völkerrechtlicher Vorgaben in Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie durch die Praxis juristischer Interventionen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine menschenrechtliche Transformation des Rechtsgebiets seit 1993, dem Jahr der letzten Änderung seiner verfassungsrechtlichen Grundlage, stattgefunden hat. Zugleich kontrastiert das Projekt den Prozess der Vermenschenrechtlichung zum einen mit den inhaltlich oft parallelen Prozessen einer Konstitutionalisierung und Europäisierung, zum anderen mit gegenläufigen Entwicklungen wie einer Versicherheitlichung des Migrationsrechts. Das Projekt möchte über Dynamiken und (Un-)Gleichzeitigkeiten einer subjektivrechtlichen Transformation des Migrationsrechts, die Rollen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure und ein mögliches Anknüpfen von Gegendiskursen an eine unterbrochen geglaubte fremdenpolizeiliche Tradition aufklären.


Mercator-Projekt Menschenrechtliche Herausforderungen für die Europäische Migrationspolitik (REMAP, 2018-2021)


Ziel des von der Stiftung Mercator geförderten Forschungsvorhabens REMAP war eine Neuvermessung der menschenrechtlichen Grenzen und Gestaltungsaufträge der EU-Migrationspolitik.
Das REMAP-Team Prof. Dr. Jürgen Bast (Projektleiter), Dr. Frederik von Harbou (wissenschaftlicher Projektkoordinator) und Dr. Janna Wessels (allesamt FGMM-Mitglieder) erstellte im Projektzeitraum von 2018 bis 2021 die englischsprachige Studie „Human Rights Challenges to European Migration Policy. The REMAP-Study". Diese ist mittlerweile in 2. Aufl. 2022 bei Nomos und Hart erschienen und open access abrufbar unter doi.org/10.5771/9783748926740

Die Erarbeitung der Studie erfolgte unter intensiver Beteiligung eines Panel of Experts, das aus internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie dem Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) als institutionellen Partnern bestand. Weitere Informationen: http://www.migrationundmenschenrechte.de/de/topic/541.remap.html.

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