Prof. Dr. habil. Michael Opielka

Seminare – Wintersemester 2021/2022

weitere Pläne: [alle Lehrenden] [Bachelor / 1. Sem. / 3. Sem. / 5. Sem. / 7. Sem.] [Master / 2. Sem.] [Master SMP]
in Vorbereitung, Änderungen vorbehalten - Stand:23.08.2021

1.122 - Psychodrama und Gruppenanalyse

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.122 Vertiefung Methoden
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 7. Semester (BASA)
1.122  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Di, 9:30-12:30 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.03.11 - Medienstudio
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 19.10.2021 09:30 - 12:30, Ort: 05.03.11 - Medienstudio

Teilnehmer: 7. Semester

Das Seminar bietet eine Einführung in die psychoanalytische Theorie und in praktische Anwendungen im Rahmen der Sozialen Arbeit. Dabei stehen weniger der medizinisch-biologische und der individual- bzw. entwicklungspsychologische Aspekt der Psychoanalyse im Mittelpunkt, sondern in Übereinstimmung mit bedeutenden Entwicklungen der Psychoanalyse vor allem die psychoanalytische Interpretation von sozialen Beziehungsgeschehen. In Bezug auf die Anwendungsseite der Psychoanalyse erfolgt eine Konzentration auf die Gruppenanalyse in der Tradition von Siegmund H. Foulkes und Wilfried Bion. Die Methode Gruppenanalyse wird mit der von Jakob L. Moreno entwickelten Methode des Psychodrama (und Soziodrama) systematisch verknüpft. Psychodrama wie Gruppenanalyse werden sowohl im sozial- und gruppenpädagogischen Kontext, als Supervisionsmethode wie in der Gruppenpsychotherapie eingesetzt. Im Seminar werden praktische Übungen mit beiden Methoden kombiniert. Eine Bereitschaft zur Selbsterfahrung in einem geschützten Raum wird erwartet.

Literatur:
Ameln, Falko von/Kramer, Josef, 2014, Psychodrama. Grundlagen, 3. Aufl., Berlin/Heidelberg: Springer
dies., 2014, Psychodrama. Praxis, Berlin/Heidelberg: Springer
dies., 2015, Einführung in das Psychodrama, Berlin/Heidelberg: Springer (Pflichtlektüre)
Becker, Ulrike/Hermann, Andrea/Stanek, Milan (Hrsg.), 1999, Chaos und Entwicklung. Theorie und Praxis psycho-analytisch orientierter sozialer Arbeit, Gießen: Psychosozial
Dinger, Wolfgang, Hrsg., 2012, Gruppenanalytisch denken - supervisorisch handeln, Kassel: Kassel University Press 2012
Hayne, Michael, o.J., Psychoanalyse und Gruppentherapie, Ms.
Mertens, Wolfgang, 2008, Psychoanalyse. Geschichte und Methoden, 4. Aufl., München: Beck
Moreno, Jacob Levy, 1989, Psychodrama und Soziometrie. Essentielle Schriften, Köln: Edition Humanistische Psy-chologie
Pritz, Alfred/Vykoukal, Elisabeth (Hrsg.), 2003, Gruppenpsychoanalyse. Theorie - Technik - Anwendung, 2. Aufl., Wien: Facultas
Sandler, Joseph u.a., 2003, Freuds Modelle der Seele. Eine Einführung, Gießen: Psychosozial Verlag

Die Prüfungsleistung wird durch eine Hausarbeit erbracht (Prüfungsvorleistung ist ein Sitzungsprotokoll, das durch die/den BeobachterIn erstellt wird).

Prof. Dr. habil. Michael Opielka

 

1.123 - Ethik und Soziale Arbeit

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 7. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.123 Ethik und Soziale Arbeit
1.123  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Mi, 9:30-12:30 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.00.04
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 20.10.2021 09:30 - 12:30, Ort: 05.00.04

Teilnehmer: 7. Semester

Ethik ist aktuell: ökologische Ethik, Tierethik, Medizinethik, Technikethik, Politische Ethik und die Berufs- oder Professionsethik in der Sozialen Arbeit. Gründe für diesen „Ethikboom“ sind Wertewandel und Wertepluralismus, die nicht mit einem Werteverlust verwechselt werden dürfen. Im Gegenteil scheint das Aufkommen von Religionsfundamentalismen und starken Religionssurrogaten (von Süchten über Konsumismus bis zu virtuellen Realitäten) dafür zu sprechen, dass die Sehnsucht nach Leitbildern und Werten zunimmt. Die Soziale Arbeit muss sich heute klarer als bisher mit ihren ethischen Grundlagen auseinandersetzen. Adressaten, Arbeitgeber und Gesellschaft erheben teils widersprüchliche Anforderungen. Helfen als Beruf erfordert einen ethischen Kompass, der persönliches Handeln und Organisationshandeln strukturieren kann. Das Modul fokussiert die Verknüpfung der Entwicklung von professioneller Person, Klienten und Institutionen mit ihrer ethischen Reflexion. Theoretische und praktische Erfahrungen mit der Disziplin und Profession Soziale Arbeit sollen unter dem Gesichtspunkt ethischer Konflikte reflektiert werden. Ein Fluchtpunkt der Ethik-Diskussion im Seminar sind die Fragen nach „Gerechtigkeit“ und der Rolle der Menschenrechte.
Ethik gilt als „Reflexionstheorie der Moral“ (Niklas Luhmann), sie wird im Seminar als Wissenschaft mit philosophischen, theologischen und soziologischen Säulen betrachtet. Aber Ethik ist auch Ethos, eine Gesinnung, eine persönliche Haltung, keine ethische Reflexion kommt ohne die Person und ihr ethisches Bewusstsein aus. Im Modul wird der Bogen von alltäglichen moralischen und ethischen Konflikten über Moral- und Ethiktheorien bis zur gesellschaftlichen Rolle der Sozialen Arbeit geschlagen. Wie kann eine professionelle Ethik in der Sozialen Arbeit aussehen? Welche Ethiktraditionen sollten integriert werden? Welchen Nutzen hat ethische Reflexion für Themen wie Sterbehilfe, Arbeitsverpflichtung, medizinische Rationierung oder ethnische Diversität? Können die Menschenrechte als Leuchtturm für eine Ethik der Sozialen Arbeit wirken? Welche Rolle spielen Umweltethik oder Tierethik für die Soziale Arbeit? Wie wichtig ist Religion für die Ethik Sozialer Arbeit?
Im Januar 2022 findet ein „Blocktag Religion und Ethik“ statt, mit externen Gästen und gemeinsam mit den beiden Parallelseminaren von Prof. Dr. Markus Hundeck.

Das Modul wird in Form eines wöchentlichen Seminars durchgeführt, aufgrund des Pandemie-Geschehens möglicherweise auch in digitaler Form. Voraussetzung der digitalen Teilnahme ist wie bei Präsenzsitzungen die Sichtbarkeit, d.h. die Nutzung der Kamera. Das Seminar ist interaktiv angelegt, kontroverse, „sokratische“ Dialoge und Pluriloge machen Ethik erst verständlich, Ethik ist immer die Folge von Konflikten. Der Hintergrund der eigenen praktischen Erfahrungen in der Sozialen Arbeit und der Ausblick auf die künftige praktische Tätigkeit spielt eine wesentliche Rolle. Die Teilnahme am Blocktag „Religion und Ethik“ im Januar 2022 ist eine Studienleistung. Sie ist Voraussetzung für die Prüfungsleistung. Die Prüfungsleistung im Modul wird erbracht durch ein (Gruppen-)Referat mit schriftlicher Ausarbeitung.

Pflichtlektüre:
Höffe, Otfried, 2018, Ethik. Eine Einführung. 2. Aufl., München: Beck (von allen TN zu beschaffen)
Lob-Hüdepohl, Andreas/Lesch, Walter (Hrsg.), 2007, Ethik Sozialer Arbeit. Ein Handbuch, Paderborn u.a.: Schöningh (Kurztitel: ESA) (darin folgende Beiträge: Silvia Staub-Bernasconi, Soziale Arbeit: Dienstleistung oder Menschenrechtsprofession, und: Axel Bohmeyer/Stefan Kurzke-Maasmeier, Ethikkodizes und ethische Deliberationsprozesse in der Sozialen Arbeit) (in stud.ip)

Prof. Dr. habil. Michael Opielka

 

1.213/1.126 - Gesellschaftspolitische Folgerungen von Corona für die Soziale Arbeit

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.126 Vertiefung Arbeitsfeld
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 3. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 7. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.213 - Wahlpflichtmodul 1 / Studium Integrale
1.213/1.126  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Di, 13:30-15:00 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.03.08
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 19.10.2021 13:30 - 15:00, Ort: 05.03.08

Teilnehmer: 3. + 7. Semester

EAH Jena – FB Sozialwesen, WiSe 2021-2, Di 13:30 - 15:00, Ort: 05.03.08
Prof. Dr. Michael Opielka, Prof. Dr. Felix Wilke
Seminar 1.213/1.126 „Gesellschaftspolitische Folgerungen von Corona für die Soziale Arbeit“

Beschreibung
Die weltweite Ausbreitung des SARS-CoV-2 Virus hat neben den unmittelbaren Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit tiefgreifende Folgen für die Gesellschaft. Das Seminar verfolgt das Ziel, die gesellschaftspolitischen Implikationen von Corona zu analysieren und darauf aufbauend Folgerungen für die Soziale Arbeit abzuleiten. Im Vordergrund stehen drei zentrale Themenkomplexe: Erstens, welche Folgen ergeben sich für die Entwicklung sozialer Ungleichheiten und Prekarität (Dynamiken der Exklusion)? Zweitens, welche Rolle spielen Sozialkapital und (Institutionen-)Vertrauen für den gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie (Dynamiken der Inklusion)? Und drittens, wie lässt sich die Wissensproduktion und der Umgang mit Risiken in Pandemiezeiten verstehen (Dynamiken der Wissensproduktion)? Neben einer grundlagentheoretischen Einordnung werden die drei Themenkomplexe mit Hilfe empirischer Studien vertieft.
Die Prüfungsleistung wird durch ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung erbracht.


Seminarplan
TEIL I
1. Einführungssitzung

  • Impulsstatements zu den Zielen des Seminars
  • ggf. populäre Metaphern in der Corona-Krise (Gruppenarbeit)
2. Sitzung: Soziologische Perspektive auf die Coronapandemie
  • Sitzungsleitung Wilke
  • Vergabe der Referate
3. Sitzung: Sozialpolitische Folgen von Corona
  • Sitzungsleitung Opielka

TEIL 2 - Referate
4.-8. Sitzung: Auswirkungen der Pandemie auf Ungleichheit und Prekarität
• Sozialräumliche Verschiebungen: neue Grenzziehungen und Segregrationstendenzen Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse
• Kinder und Familien
• Verstärkung sozialer Ungleichheiten (Einkommen, Beschäftigung)
• Die Situation vulnerabler Gruppen – die ambivalente Wirkung sozialer Distanz
9.-11. Sitzung: Sozialkapital und (Institutionen-)Vertrauen
• Wie entstehen Vertrauen und Misstrauen in modernen Gesellschaften?
• Was haben Institutionen und Sozialkapital mit Impfskepsis und Querdenkerbewegungen zu tun?
• Welche Rolle spielen Sozialpolitik und Soziale Arbeit für die Sozialkapitalproduktion?
12.-14. Sitzung: Wissensproduktion und Risiken in Pandemiezeiten
• Wie wird gesellschaftliches Wissen produziert?
• Wie lässt sich demokratisch mit Wissen umgehen?
• Prognosen als Orientierungs- oder Herrschaftsinstrument?
• Die Rolle der ExpertInnen in der Krise
• Mit Sicherheit ein Risiko – Risikokonstruktionen im Wandel

Literatur
• Martin Bujard u.a., Belastungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern in der Corona Pandemie, BiB 2021
• Stephan Lessenich, Soziologie – Corona – Kritik, in: Berliner Journal für Soziologie, 30, 2020, 215-230
• Oliver Nachtwey u.a., Politische Soziologie der Corona-Proteste, Univ. Basel, Dezember 2020
• Andreas Reckwitz, Risikopolitik, in: Michael Volkmer / Karin Werner (Hg.): Die Corona-Gesellschaft. Analysen zur Lage und Perspektiven für die Zukunft. Bielefeld: transcript 2020, S. 241-252.

Prof. Dr. habil. Michael Opielka , Prof. Dr. Felix Wilke

 

1.221 - Sozialpolitik

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.221 - Sozialpolitik
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 5. Semester (BASA)
1.221  -   Vorlesung  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Mi, 7:45-9:15 Uhr (wöchentlich), Ort: Hörsaal 1 - (03.03.01)
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 20.10.2021 07:45 - 09:15, Ort: Hörsaal 1 - (03.03.01)

Teilnehmer: 5. Semester

Prof. Dr. habil. Michael Opielka

 

2.203 - Internationales/Politik

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Masterstudiengang Soziale Arbeit / konsekutiv > 2. Semester (MASA)
  • FB Sozialwesen > Masterstudiengang Soziale Arbeit / konsekutiv > 2.203 - Internationales, Politik
2.203  -   Seminar  -  Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:Di, 15:15-16:45 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.03.33
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 19.10.2021 15:15 - 16:45, Ort: 05.03.33

Teilnehmer: 2. Semester MASA

Prof. Dr. habil. Michael Opielka