Prof.in Dr.in Anna Kasten

Seminare des vergangenen Semesters – (Sommersemester 2021)

1.117 - Gender und Migration

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.117 Soziale Arbeit 2
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 6. Semester (BASA)
1.117  -   Seminar  -  Sommersemester 2021
Zeit / Ort:Mi, 7:45-9:15 Uhr (wöchentlich), Ort: online
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 14.04.2021 07:45 - 09:15, Ort: (online)

Teilnehmer: 6. Semester

Im Fokus des Seminars steht die sozialarbeiterische Theoriebildung unter besonderer Be-rücksichtigung der drei Analysekategorien Geschlecht, Sexualität und ethnisch-kulturelle Zuschreibungen. Die Theorien erklären die (Un)Gleichzeitigkeiten von Macht- und Herr-schaftsverhältnissen, die Funktion von Geschlecht/ Sexualität bei der Konstruktion der kultu-rell Anderen, die hegemonialen Dominanzverhältnisse, die sozialen Ungleichheiten und die Ausschlussmechanismen.
Je nach Handlungsfeld der Sozialen Arbeit – sei es Jugendhilfe oder Arbeit mit Älteren, mit Geflüchteten oder mit Familien – ist die Kenntnis dieser Theorien unabdingbar, um die Dynamiken der jeweiligen Handlungsfelder zu verstehen, die Lebenswelten der Adressat*innen der Sozialen Arbeit nachzuvollziehen und die sozialarbeiterischen Interventionen durchzuführen.

Bei dem Seminar handelt es sich um ein Lehrgespräch. Wir arbeiten daher nah an Texten aus dem Theorierepertoire gendersensibler Sozialer Arbeit.

Prof.in Dr.in Anna Kasten

 

1.125 - Antidiskriminierung aus juristischer und sozialarbeiterischer Perspektive

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.125 Wahlpflicht Modul
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 6. Semester (BASA)
1.125  -   Seminar  -  Sommersemester 2021
Zeit / Ort:Di, 7:45-9:15 Uhr (wöchentlich), Ort: online,
Fr, 18.06.2021, 09:00-16:30 Uhr - Ort: Wird noch bekannt gegeben
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 13.04.2021 07:45 - 09:15, Ort: (online)

Teilnehmer: 6. Semester

Antidiskriminierung bildet einen gemeinsamen juristischen und sozialarbeiterischen Wirkungsbereich. Unter Diskriminierung werden alle Phänomene subsumiert, die mit Ungleichbehandlung und den damit einhergehenden Benachteiligungen und Ausschlüssen einzelner Personen oder Gruppen aufgrund von vermeintlich eindeutigen Unterscheidungseigenschaften einhergehen. Diese Differenzierungspraktiken bilden die Grundlage für die Rechtfertigung, Legitimierung und Begründung von Ungleichbehandlung, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Benachteiligung. Nach § 1 AGG sollten jedoch „Benachteiligungen aus Gründen der ‚Rasse‘ oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ verhindert oder beseitigt werden. Diskriminierungen kommen in jedem Handlungsfeld Sozialer Arbeit vor. Demzufolge gehört der Erwerb von Kenntnissen zu Antidiskriminierungsarbeit zu den Schlüsselkompetenzen der Sozialarbeitenden.
Folgende Fragenstellungen werden im Rahmen der Lehrveranstaltung behandelt:

  • Was wird unter Diskriminierung verstanden? Wie äußert sich die Diskriminierung?
  • Welche Formen von Diskriminierung gibt es?
  • Welche Wirkungen haben verschiedene Formen von Diskriminierung in den Lebenswelten der Adressat*innen der Sozialen Arbeit?
  • Welche möglichen Rechtsschritte können die Adressat*innen der Sozialen Arbeit im Fall von Diskriminierung vornehmen?
  • Auf welchen Rechtnormen können die Sozialarbeitende ihre Intervention begründen?
  • Welcher Handlungsauftrag entsteht für Sozialarbeitende im Fall von Diskriminierung?
  • Worin besteht der Auftrag und wo ist die Abgrenzung zum rechtlichen Auftrag?

Nach dem Abschluss des Seminars haben/können Studierende:
  • Kenntnis über rechtliche Grundlage des Antidiskriminierungsrechts;
  • Kenntnis über verschiedene Diskriminierungsformen;
  • Kenntnis über den Diversitätsansatz;
  • Kenntnis über die Antidiskriminierungsberatung;
  • die Diskriminierungsmechanismen in verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit erkennen;
  • den Ansatz der Intersektionalität und des Othering auf die Analyse eines Fallbeispiels anwenden.

Im Rahmen des Seminars kann eine Studienleistung erworben werden. Anhand eines Fallbeispiels können die Studierenden die Anwendung der jeweiligen Ansätze (Intersektionalität und Othering), eines Ansatzes (Intersektionalität oder Othering) herausarbeiten und/oder rechtliche Grundlagen vorstellen und deren Voraussetzungen/Mechanismen/Wirkungen erörtern.

Eine genauere Themenübersicht mit Vorschlägen für Referatsthemen folgt in Kürze. Ihre eigenen Referatswünsche können bereits jetzt per E-Mail an die Dozentinnen geäußert werden.

Mit dem juristischen und sozialarbeiterischen Zugang zum Thema der Antidiskriminierung entwickeln die Studierenden der Sozialen Arbeit ein Bewusstsein für eine interdisziplinäre Perspektive auf die Antidiskriminierungsarbeit zu entwickeln. Diese soll ihnen helfen, den eigenen professionellen sozialarbeiterischen Auftrag sowohl in Abgrenzung als auch in Überschneidung mit dem rechtlichen Auftrag zu erkennen und demzufolge sozialarbeiterische Interventionen zu entwickeln.

Die Literatur wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz, M.mel. , Prof.in Dr.in Anna Kasten

 

1.126 - Gender*Perspektiven im Arbeitsfeld "Digitalisierung"

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 1.126 Vertiefung Arbeitsfeld
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (bis SoSe 2019) > 6. Semester (BASA)
1.126  -   Seminar  -  Sommersemester 2021
Zeit / Ort:Mi, 9:30-12:30 Uhr (wöchentlich), Ort: online
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 14.04.2021 09:30 - 12:30, Ort: (online)

Teilnehmer: 6. Semester

Geschlecht ist ein performatives Tun. Es ist eine Machtkategorie, die die Lebenswirklichkeiten von Menschen, das Funktionieren von Organisationen und von Gesellschaft strukturiert und reguliert. Die Machtkategorie wirkt nie allein, sondern in der Interdependenz u.a. mit Rassismus oder Klassismus. Mit Gender*Perspektiven werden die Vergeschlechtlichungsprozesse und die damit einher gehenden Dominanzverhältnisse, Machtasymmetrien und Ausschlussmechanismen rekonstruiert. Das Arbeitsfeld „Digitalisierung“ wird im Seminar aus Gender*Perspektiven betrachtet.

Im Rahmen des Seminars befassen wir uns mit digitaler Gewalt (Cybermobbing, Cyberstalking, online harassment). Ein Thema ist auch feministisches Bloggen als eine Form der Intervention in die hegemoniale Geschlechterordnung. Darüber hinaus wird der Fokus auf die Aktivitäten sozialer Einrichtungen auf den Social-Media-Kanälen wie Facebook Instagram, Twitter gelegt.

Das Lern- und Lehrform des Seminars ist die Projektarbeit. Im ersten Teil des Seminars befassen wir uns mit Gender*Perspektiven. Die Projekte, die in Kleingruppen geplant und durchgeführt werden, sind der zweite Teil des Seminars.

Prof.in Dr.in Anna Kasten

 

1.211 - Projektstudium 1 - Projektwerkstatt (i)

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 3. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 2. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.211 - Projektstudium 1 - Projektwerkstatt
1.211  -   Seminar  -  Sommersemester 2021 - Wintersemester 2021/2022
Zeit / Ort:?
Veranstaltungsbeginn: 

Teilnehmer: 2.-3. Semester

Tutorium ist eine Lehrveranstaltung, in der die Studierenden ihre Erfahrungen am Fachbereich Sozialwesen an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena weitergeben und eine Willkommenskultur entwickeln. Im Rahmen der Projektwerkstatt planen und führen sie die Ersti*Woche durch. Im Rahmen der Planung der Ersti*Woche legen die Studierenden fest, wie sie die Ersti*Woche gestalten wollen, damit sich die Erstis* willkommen heißen. Die Ersti*Woche dauert vom Montag bis zum Donnerstag. In dieser Phase setzen sie ihr Projekt um.

Prof.in Dr.in Anna Kasten

 

1.214 - BPS 4 - Gender / Antidiskriminierung / Beratung

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.214 - Berufspraktisches Semester
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 4. Semester (BASA)
1.214  -   Seminar  -  Sommersemester 2021
Zeit / Ort:Mo, 9:15-15:15 Uhr (wöchentlich)
Veranstaltungsbeginn:  Mon , 19.04.2021 09:15 - 15:15

Teilnehmer: 4. Semester BA

Prof.in Dr.in Anna Kasten

 

2.201 - Alltagswelten von Frauen* im pOST-Sozialismus

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Masterstudiengang Soziale Arbeit / konsekutiv > 1. Semester (MASA)
  • FB Sozialwesen > Masterstudiengang Soziale Arbeit / konsekutiv > 2.201 - Fachwissenschaft Soziale Arbeit
2.201  -   Seminar  -  Sommersemester 2021
Zeit / Ort:Di, 9:15-10:45 Uhr (wöchentlich), Ort: online,
Di, 11:15-12:45 Uhr (wöchentlich), Ort: online,
Sa, 12.06.2021, 09:00-17:00 Uhr - Ort: online
Veranstaltungsbeginn:  Tue , 13.04.2021 09:15 - 10:45, Ort: (online)

Teilnehmer: 1. Semester MASA

Jedes politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche System prägt die Erfahrungen von Menschen und schafft somit die Prozesse des Selbst- und Fremdverstehens. Im Rahmen des Seminars „Alltagswelten von Frauen* im pOST-Sozialismus“ stehen konkrete Erfahrungen und Erlebnisse von Frauen* im Zentrum, die in der DDR gelebt haben: Was prägte ihren Alltag? Wie haben Frauen* geliebt? Wie lebten sie? Wie haben sie gearbeitet? Wie sah ihr politischer Widerstand aus? Wer waren die kunstschaffenden Frauen*?

Zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen werden u.a. theoretische Konzepte zu Alltagswelten, Biographiearbeit und intersektionaler Erinnerungskultur herangezogen. Dazu kommt der Blick auf die staatlichen Institutionen und Ideologien sowie das prägende Menschenbild der sog. sozialistischen Persönlichkeit und die Leitideen der Geschlechterpolitik und ihren Konsequenzen auf Familienmodelle und Lebensentwürfe.

Die Seminarteilnehmer*innen arbeiten mit (selbst) erhobenen Datenmaterial. Hierzu findet eine Kooperation mit dem ThüraZ, Katharina Kempken (M. A.), statt. Zum Themenkomplex Literatur und Zensur ist Andreas Parnt (M. A.) eingeladen. Darüber hinaus ist eine Exkursion nach Leipzig geplant (Runde Ecke/Stasi-Bunker, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig und Archiv Bürger*innenbewegung).
Ebenfalls werden in Kooperation mit der Landeszentrale Politische Bildung Thüringen (LZPT) zwei Filmabende – möglichst im Kino Schillerhof oder Kino am Markt – durchgeführt. Gezeigt werden sollen zwei Dokumentarfilme aus dem oben aufgezeigten Themenspektrum, die jeweils von Filmgesprächen mit Gästen gerahmt werden. Diese Filmabende sind offen für Interessierte außerhalb des Seminarkontextes.

Das Seminar ist interdisziplinär konzipiert und orientiert sich an der Projektarbeit als einem Lern- und Lehrformat.

Prof.in Dr.in Anna Kasten , Prof.in Dr.in Diana Düring