Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz

Seminare des vergangenen Semesters – (Sommersemester 2022)

1.206 - Recht II - Familienrecht (1)

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.206 - Recht II: Familienrecht, Jugendrecht, Recht der Existenzsicherung
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 2. Semester (BASA) > SG II/1
1.206  -   Seminar  -  Sommersemester 2022
Zeit / Ort:Mo, 9:30-11:00 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.03.201,
Fr, 17.06.2022, 09:30-11:00 Uhr - Ort: BigBlueButton Zugang über studIP
Veranstaltungsbeginn:  Mon , 04.04.2022 09:30 - 11:00, Ort: 05.03.201

Teilnehmer: SG II/1

Im Familienrecht werden als einem Teil des Zivilrechts die Rechtsbeziehungen innerhalb von Familien geregelt. Das Familienrecht ist ein lebendiges von einem stetigen Wandel aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen betroffenes Rechtsgebiet. Nachdem im Jahr 2017 die Ehe für Alle eingeführt und damit ein zum damaligen Zeitpunkt überraschenden Kurswechsel eingeleitet wurde, sind noch nicht alle Fragen beantwortet, es kommen auch immer neue hinzu. Exemplarisch verweise ich auf die noch immer geführte Diskussion zum Abstammungsrecht – die Einführung einer „Mitmutterschaft“ für die Ehefrau* der Mutter*, die sich die Regierungsparteien auch als Ziel der Legislaturperiode im Koalitionsvertrag auf S. 101 aufgenommen haben: "Wir werden das Familienrecht modernisieren. …“ Allerdings ist ein Gesetzgebungsvorschlag der Länder Berlin, Hamburg und Thüringen zur Entschließung des Bundesrates am 21.09.2021 gescheitert (vgl. dazu hier Der Bundesjustizminister Buschmann hat in einer Rede im Bundestag am 12.01.2022 ausgeführt: „Ein weiteres Feld, das ich benennen möchte, ist die Gesellschaftspolitik. Wir leben in einer Gesellschaft, die älter ist. Wir leben in einer Gesellschaft, die mobiler ist. Eltern und erwachsene Kinder leben häufig weit voneinander entfernt. In dieser Situation stehen sich Menschen auch außerhalb klassischer Familienbeziehungen bei: Ältere Menschen bilden Wohngemeinschaften, weil sie nicht ins Heim wollen. Alleinerziehende helfen sich bei der Kindererziehung, weil sie berufstätig bleiben wollen. - Diese Menschen leben Verantwortung füreinander. Sie wollen aber nicht Tisch und Bett teilen, sondern vielleicht nur den Tisch. Sie wollen eine andere Art der Wahlverwandtschaft als die Ehe oder die Adoption. Diesen Menschen werden wir mit dem neuen Institut der Verantwortungsgemeinschaft ein Stück rechtliche Sicherheit und Vereinfachung ihres Lebens ermöglichen. Das nimmt niemandem etwas weg, sondern macht es vielen etwas leichter.“

Das Familienrecht wird aufgrund des begrenzten Zugangs zur Rechtsbeschwerde, die von der Zulassung durch das Beschwerdegericht (auch hier wird diskutiert eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde einzuführen – Koalitionsvertrag S. 102) abhängig ist, stärker als andere Rechtsgebiete von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts geprägt (siehe dazu auch FamRZ-Newsletter 6/2021 So zum Beispiel am 21. Februar 2020 das Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Lebensgemeinschaften verabschiedet, mit dem § 1766 a BGB einfügt werden soll.

Der Bundesgerichtshof als 3. Instanz der Rechtsbeschwerde spielt trotz allem eine wichtige Rolle – z.B. vergleichen Sie die Entscheidung vom 19.02.2022 (Aktenzeichen: XII ZB 183/21- bisher nur die [Pressemitteilung veröffentlicht] https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/2022007.html), nach der eine leibliche Mutter auch nach einer Adoption ihres Kindes zur Auskunft über die Identität des leiblichen Vaters verpflichtet ist.

Auch die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie spiegelt sich in Entscheidungen der Familiengerichte wieder - z.B. bei Fragen des Umgangs aber auch der Frage, wer die Entscheidung über die Durchführung einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern trifft, wenn sich die Eltern mit gemeinsamen Sorgerecht uneinig sind.

Das Familienrecht ist für viele Arbeitsfelder der sozialen Arbeit relevant:

  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Altenhilfe,
  • Behindertenhilfe,
  • Armut und sozialer Ausschluss
  • usw.

Ziel der Veranstaltung ist, dass die Studierenden die grundlegende Strukturen und Prinzipien des Familienrechts kennenlernen, um auch nach späteren Änderungen Problemlösungen für kleinere Fälle selbständig erarbeiten und entsprechend beraten zu können.

Themen sind:

  • Einführung in das Rechtsgebiet des Familienrechts
  • Verwandtschaft
  • Eherecht
  • Nichteheliche Lebensgemeinschaft und Lebenspartnerschaft
  • Kindschaftsrecht
  • Vormundschaft/Pflegschaft/Betreuung

Da in dem Seminar mit dem Gesetz gearbeitet wird, ist zu den Seminaren immer ein hinreichend aktueller Gesetzestext des BGB aber auch des FamFG notwendig. Lehrbücher werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Als Prüfungsleistung in Recht II wird am Ende des 3. Semesters zusammen mit dem Existenzsicherungs- und dem Kinder- und Jugendhilferecht eine Klausur (Auswahl 2 aus 3 Rechtsgebieten) angeboten.

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz

 

1.206 - Recht II - Familienrecht (2)

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 2. Semester (BASA) > SG II/2
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.206 - Recht II: Familienrecht, Jugendrecht, Recht der Existenzsicherung
1.206  -   Seminar  -  Sommersemester 2022
Zeit / Ort:Mi, 7:45-9:15 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.00.03
Veranstaltungsbeginn:  Wed , 06.04.2022 07:45 - 09:15, Ort: 05.00.03

Teilnehmer: SG II/2

Im Familienrecht werden als einem Teil des Zivilrechts die Rechtsbeziehungen innerhalb von Familien geregelt. Das Familienrecht ist ein lebendiges von einem stetigen Wandel aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen betroffenes Rechtsgebiet. Nachdem im Jahr 2017 die Ehe für Alle eingeführt und damit ein zum damaligen Zeitpunkt überraschenden Kurswechsel eingeleitet wurde, sind noch nicht alle Fragen beantwortet, es kommen auch immer neue hinzu. Exemplarisch verweise ich auf die noch immer geführte Diskussion zum Abstammungsrecht – die Einführung einer „Mitmutterschaft“ für die Ehefrau* der Mutter*, die sich die Regierungsparteien auch als Ziel der Legislaturperiode im Koalitionsvertrag auf S. 101 aufgenommen haben: "Wir werden das Familienrecht modernisieren. …“ Allerdings ist ein Gesetzgebungsvorschlag der Länder Berlin, Hamburg und Thüringen zur Entschließung des Bundesrates am 21.09.2021 gescheitert (vgl. dazu hier Der Bundesjustizminister Buschmann hat in einer Rede im Bundestag am 12.01.2022 ausgeführt: „Ein weiteres Feld, das ich benennen möchte, ist die Gesellschaftspolitik. Wir leben in einer Gesellschaft, die älter ist. Wir leben in einer Gesellschaft, die mobiler ist. Eltern und erwachsene Kinder leben häufig weit voneinander entfernt. In dieser Situation stehen sich Menschen auch außerhalb klassischer Familienbeziehungen bei: Ältere Menschen bilden Wohngemeinschaften, weil sie nicht ins Heim wollen. Alleinerziehende helfen sich bei der Kindererziehung, weil sie berufstätig bleiben wollen. - Diese Menschen leben Verantwortung füreinander. Sie wollen aber nicht Tisch und Bett teilen, sondern vielleicht nur den Tisch. Sie wollen eine andere Art der Wahlverwandtschaft als die Ehe oder die Adoption. Diesen Menschen werden wir mit dem neuen Institut der Verantwortungsgemeinschaft ein Stück rechtliche Sicherheit und Vereinfachung ihres Lebens ermöglichen. Das nimmt niemandem etwas weg, sondern macht es vielen etwas leichter.“

Das Familienrecht wird aufgrund des begrenzten Zugangs zur Rechtsbeschwerde, die von der Zulassung durch das Beschwerdegericht (auch hier wird diskutiert eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde einzuführen – Koalitionsvertrag S. 102) abhängig ist, stärker als andere Rechtsgebiete von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts geprägt (siehe dazu auch FamRZ-Newsletter 6/2021 So zum Beispiel am 21. Februar 2020 das Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Lebensgemeinschaften verabschiedet, mit dem § 1766 a BGB einfügt werden soll.

Der Bundesgerichtshof als 3. Instanz der Rechtsbeschwerde spielt trotz allem eine wichtige Rolle – z.B. vergleichen Sie die Entscheidung vom 19.02.2022 (Aktenzeichen: XII ZB 183/21- bisher nur die [Pressemitteilung veröffentlicht] https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/2022007.html), nach der eine leibliche Mutter auch nach einer Adoption ihres Kindes zur Auskunft über die Identität des leiblichen Vaters verpflichtet ist.

Auch die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie spiegelt sich in Entscheidungen der Familiengerichte wieder - z.B. bei Fragen des Umgangs aber auch der Frage, wer die Entscheidung über die Durchführung einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern trifft, wenn sich die Eltern mit gemeinsamen Sorgerecht uneinig sind.

Das Familienrecht ist für viele Arbeitsfelder der sozialen Arbeit relevant:

  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Altenhilfe,
  • Behindertenhilfe,
  • Armut und sozialer Ausschluss
  • usw.

Ziel der Veranstaltung ist, dass die Studierenden die grundlegende Strukturen und Prinzipien des Familienrechts kennenlernen, um auch nach späteren Änderungen Problemlösungen für kleinere Fälle selbständig erarbeiten und entsprechend beraten zu können.

Themen sind:

  • Einführung in das Rechtsgebiet des Familienrechts
  • Verwandtschaft
  • Eherecht
  • Nichteheliche Lebensgemeinschaft und Lebenspartnerschaft
  • Kindschaftsrecht
  • Vormundschaft/Pflegschaft/Betreuung

Da in dem Seminar mit dem Gesetz gearbeitet wird, ist zu den Seminaren immer ein hinreichend aktueller Gesetzestext des BGB aber auch des FamFG notwendig. Lehrbücher werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Als Prüfungsleistung in Recht II wird am Ende des 3. Semesters zusammen mit dem Existenzsicherungs- und dem Kinder- und Jugendhilferecht eine Klausur (Auswahl 2 aus 3 Rechtsgebieten) angeboten.

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz

 

1.206 - Recht II - Familienrecht (3)

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.206 - Recht II: Familienrecht, Jugendrecht, Recht der Existenzsicherung
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 2. Semester (BASA) > SG II/3
1.206  -   Seminar  -  Sommersemester 2022
Zeit / Ort:Mo, 13:30-15:00 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.03.202,
Di, 21.06.2022, 09:30-11:00 Uhr - Ort: BigBlueButton Zugang über studIP
Veranstaltungsbeginn:  Mon , 04.04.2022 13:30 - 15:00, Ort: 05.03.202

Teilnehmer: SG II/3

Im Familienrecht werden als einem Teil des Zivilrechts die Rechtsbeziehungen innerhalb von Familien geregelt. Das Familienrecht ist ein lebendiges von einem stetigen Wandel aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen betroffenes Rechtsgebiet. Nachdem im Jahr 2017 die Ehe für Alle eingeführt und damit ein zum damaligen Zeitpunkt überraschenden Kurswechsel eingeleitet wurde, sind noch nicht alle Fragen beantwortet, es kommen auch immer neue hinzu. Exemplarisch verweise ich auf die noch immer geführte Diskussion zum Abstammungsrecht – die Einführung einer „Mitmutterschaft“ für die Ehefrau* der Mutter*, die sich die Regierungsparteien auch als Ziel der Legislaturperiode im Koalitionsvertrag auf S. 101 aufgenommen haben: "Wir werden das Familienrecht modernisieren. …“ Allerdings ist ein Gesetzgebungsvorschlag der Länder Berlin, Hamburg und Thüringen zur Entschließung des Bundesrates am 21.09.2021 gescheitert (vgl. dazu hier Der Bundesjustizminister Buschmann hat in einer Rede im Bundestag am 12.01.2022 ausgeführt: „Ein weiteres Feld, das ich benennen möchte, ist die Gesellschaftspolitik. Wir leben in einer Gesellschaft, die älter ist. Wir leben in einer Gesellschaft, die mobiler ist. Eltern und erwachsene Kinder leben häufig weit voneinander entfernt. In dieser Situation stehen sich Menschen auch außerhalb klassischer Familienbeziehungen bei: Ältere Menschen bilden Wohngemeinschaften, weil sie nicht ins Heim wollen. Alleinerziehende helfen sich bei der Kindererziehung, weil sie berufstätig bleiben wollen. - Diese Menschen leben Verantwortung füreinander. Sie wollen aber nicht Tisch und Bett teilen, sondern vielleicht nur den Tisch. Sie wollen eine andere Art der Wahlverwandtschaft als die Ehe oder die Adoption. Diesen Menschen werden wir mit dem neuen Institut der Verantwortungsgemeinschaft ein Stück rechtliche Sicherheit und Vereinfachung ihres Lebens ermöglichen. Das nimmt niemandem etwas weg, sondern macht es vielen etwas leichter.“

Das Familienrecht wird aufgrund des begrenzten Zugangs zur Rechtsbeschwerde, die von der Zulassung durch das Beschwerdegericht (auch hier wird diskutiert eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde einzuführen – Koalitionsvertrag S. 102) abhängig ist, stärker als andere Rechtsgebiete von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts geprägt (siehe dazu auch FamRZ-Newsletter 6/2021 So zum Beispiel am 21. Februar 2020 das Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Lebensgemeinschaften verabschiedet, mit dem § 1766 a BGB einfügt werden soll.

Der Bundesgerichtshof als 3. Instanz der Rechtsbeschwerde spielt trotz allem eine wichtige Rolle – z.B. vergleichen Sie die Entscheidung vom 19.02.2022 (Aktenzeichen: XII ZB 183/21- bisher nur die [Pressemitteilung veröffentlicht] https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/2022007.html), nach der eine leibliche Mutter auch nach einer Adoption ihres Kindes zur Auskunft über die Identität des leiblichen Vaters verpflichtet ist.

Auch die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie spiegelt sich in Entscheidungen der Familiengerichte wieder - z.B. bei Fragen des Umgangs aber auch der Frage, wer die Entscheidung über die Durchführung einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern trifft, wenn sich die Eltern mit gemeinsamen Sorgerecht uneinig sind.

Das Familienrecht ist für viele Arbeitsfelder der sozialen Arbeit relevant:

  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Altenhilfe,
  • Behindertenhilfe,
  • Armut und sozialer Ausschluss
  • usw.

Ziel der Veranstaltung ist, dass die Studierenden die grundlegende Strukturen und Prinzipien des Familienrechts kennenlernen, um auch nach späteren Änderungen Problemlösungen für kleinere Fälle selbständig erarbeiten und entsprechend beraten zu können.

Themen sind:

  • Einführung in das Rechtsgebiet des Familienrechts
  • Verwandtschaft
  • Eherecht
  • Nichteheliche Lebensgemeinschaft und Lebenspartnerschaft
  • Kindschaftsrecht
  • Vormundschaft/Pflegschaft/Betreuung

Da in dem Seminar mit dem Gesetz gearbeitet wird, ist zu den Seminaren immer ein hinreichend aktueller Gesetzestext des BGB aber auch des FamFG notwendig. Lehrbücher werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Als Prüfungsleistung in Recht II wird am Ende des 3. Semesters zusammen mit dem Existenzsicherungs- und dem Kinder- und Jugendhilferecht eine Klausur (Auswahl 2 aus 3 Rechtsgebieten) angeboten.

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz

 

1.206 - Recht II - Familienrecht (4)

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.206 - Recht II: Familienrecht, Jugendrecht, Recht der Existenzsicherung
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 2. Semester (BASA) > SG II/4
1.206  -   Seminar  -  Sommersemester 2022
Zeit / Ort:Mo, 11:15-12:45 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.03.204,
Di, 21.06.2022, 09:30-11:00 Uhr - Ort: BigBlueButton Zugang über studIP
Veranstaltungsbeginn:  Mon , 04.04.2022 11:15 - 12:45, Ort: 05.03.204

Teilnehmer: SG II/4

Im Familienrecht werden als einem Teil des Zivilrechts die Rechtsbeziehungen innerhalb von Familien geregelt. Das Familienrecht ist ein lebendiges von einem stetigen Wandel aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen betroffenes Rechtsgebiet. Nachdem im Jahr 2017 die Ehe für Alle eingeführt und damit ein zum damaligen Zeitpunkt überraschenden Kurswechsel eingeleitet wurde, sind noch nicht alle Fragen beantwortet, es kommen auch immer neue hinzu. Exemplarisch verweise ich auf die noch immer geführte Diskussion zum Abstammungsrecht – die Einführung einer „Mitmutterschaft“ für die Ehefrau* der Mutter*, die sich die Regierungsparteien auch als Ziel der Legislaturperiode im Koalitionsvertrag auf S. 101 aufgenommen haben: "Wir werden das Familienrecht modernisieren. …“ Allerdings ist ein Gesetzgebungsvorschlag der Länder Berlin, Hamburg und Thüringen zur Entschließung des Bundesrates am 21.09.2021 gescheitert (vgl. dazu hier Der Bundesjustizminister Buschmann hat in einer Rede im Bundestag am 12.01.2022 ausgeführt: „Ein weiteres Feld, das ich benennen möchte, ist die Gesellschaftspolitik. Wir leben in einer Gesellschaft, die älter ist. Wir leben in einer Gesellschaft, die mobiler ist. Eltern und erwachsene Kinder leben häufig weit voneinander entfernt. In dieser Situation stehen sich Menschen auch außerhalb klassischer Familienbeziehungen bei: Ältere Menschen bilden Wohngemeinschaften, weil sie nicht ins Heim wollen. Alleinerziehende helfen sich bei der Kindererziehung, weil sie berufstätig bleiben wollen. - Diese Menschen leben Verantwortung füreinander. Sie wollen aber nicht Tisch und Bett teilen, sondern vielleicht nur den Tisch. Sie wollen eine andere Art der Wahlverwandtschaft als die Ehe oder die Adoption. Diesen Menschen werden wir mit dem neuen Institut der Verantwortungsgemeinschaft ein Stück rechtliche Sicherheit und Vereinfachung ihres Lebens ermöglichen. Das nimmt niemandem etwas weg, sondern macht es vielen etwas leichter.“

Das Familienrecht wird aufgrund des begrenzten Zugangs zur Rechtsbeschwerde, die von der Zulassung durch das Beschwerdegericht (auch hier wird diskutiert eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde einzuführen – Koalitionsvertrag S. 102) abhängig ist, stärker als andere Rechtsgebiete von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts geprägt (siehe dazu auch FamRZ-Newsletter 6/2021 So zum Beispiel am 21. Februar 2020 das Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Lebensgemeinschaften verabschiedet, mit dem § 1766 a BGB einfügt werden soll.

Der Bundesgerichtshof als 3. Instanz der Rechtsbeschwerde spielt trotz allem eine wichtige Rolle – z.B. vergleichen Sie die Entscheidung vom 19.02.2022 (Aktenzeichen: XII ZB 183/21- bisher nur die [Pressemitteilung veröffentlicht] https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/2022007.html), nach der eine leibliche Mutter auch nach einer Adoption ihres Kindes zur Auskunft über die Identität des leiblichen Vaters verpflichtet ist.

Auch die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie spiegelt sich in Entscheidungen der Familiengerichte wieder - z.B. bei Fragen des Umgangs aber auch der Frage, wer die Entscheidung über die Durchführung einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern trifft, wenn sich die Eltern mit gemeinsamen Sorgerecht uneinig sind.

Das Familienrecht ist für viele Arbeitsfelder der sozialen Arbeit relevant:

  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Altenhilfe,
  • Behindertenhilfe,
  • Armut und sozialer Ausschluss
  • usw.

Ziel der Veranstaltung ist, dass die Studierenden die grundlegende Strukturen und Prinzipien des Familienrechts kennenlernen, um auch nach späteren Änderungen Problemlösungen für kleinere Fälle selbständig erarbeiten und entsprechend beraten zu können.

Themen sind:

  • Einführung in das Rechtsgebiet des Familienrechts
  • Verwandtschaft
  • Eherecht
  • Nichteheliche Lebensgemeinschaft und Lebenspartnerschaft
  • Kindschaftsrecht
  • Vormundschaft/Pflegschaft/Betreuung

Da in dem Seminar mit dem Gesetz gearbeitet wird, ist zu den Seminaren immer ein hinreichend aktueller Gesetzestext des BGB aber auch des FamFG notwendig. Lehrbücher werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Als Prüfungsleistung in Recht II wird am Ende des 3. Semesters zusammen mit dem Existenzsicherungs- und dem Kinder- und Jugendhilferecht eine Klausur (Auswahl 2 aus 3 Rechtsgebieten) angeboten.

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz

 

1.224 - Theorie und Praxis des Betreuungswesens

Bereich:
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 6. Semester (BASA)
  • FB Sozialwesen > Bachelor of Arts Soziale Arbeit (ab WiSe2019) > 1.224 - Vertiefung Arbeitsfeld
1.224  -   Seminar  -  Sommersemester 2022
Zeit / Ort:Mi, 9:30-11:00 Uhr (wöchentlich), Ort: 05.01.29, 05.00.03,
Do, 10.03.2022, 10:00-10:45 Uhr - Ort: BBB über studIP erreichbar, Vorbesprechung,
Mi, 30.03.2022, 09:30-16:45 Uhr - Ort: 05.03.36,
Do, 31.03.2022, 09:30-16:45 Uhr - Ort: 05.03.36,
Fr, 01.04.2022, 09:30-15:00 Uhr - Ort: 05.03.36
Vorbesprechung:  Thu , 10.03.2022 10:00 - 10:45
Veranstaltungsbeginn:  Thu , 10.03.2022 10:00 - 10:45, Ort: (BBB über studIP erreichbar)

Teilnehmer: 6. Semester (BASA)

Modul 1.224 Vertiefung Arbeitsfeld "Theorie und Praxis des Betreuungswesens"
Das Seminar wird als Teamteaching von Prof.in Beetz und Prof. Adler angeboten.

  • Prof.in Beetz forscht zum Betreuungsrecht und war als Betreuungsrichterin tätig.
  • Prof. Adler forscht bzgl. Betreuungsmanagement/-soziologie, war Berufsbetreuer und in einem Betreuerverband aktiv.
Die beiden Perspektiven werden die Teamteaching-Veranstaltung prägen.

Da die Block-Veranstaltung vor der Vorlesungszeit beginnt, ist eine Eintragung bereits möglich im StudIP

Das Seminar findet im ersten Teil als Blockveranstaltung vorauss. 30.03-01.04.2022 statt (2 SWS).
Der zweite Teil wird im regulären Semesterlauf (2 SWS) stattfinden.
Ggf. werden kleine Exkursionen durchgeführt (Betreuungsverein, Betreuungskanzlei, Betreuungsbehörde).

Prof.in Dr.in iur. Claudia Beetz , Prof. Dr. rer.soc. Reiner Adler

 
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