Veröffentlichungen im Bereich Recht

Folgende Bücher wurden im Bereich der Rechtswissenschaft veröffentlicht:

Münder/Meysen/Trenczek: Frankfurter Kommentar zum SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe
8. Aufl. 2019,  ISBN 978-3-8487-2232-7;

Herausgeber und Autoren sind führende Experten, u.a. aus dem FB SW der EAH Jena: Prof. Dr. Thomas Trenczek, M.A. und Prof. Dr. Arne von Boetticher

Der Frankfurter Kommentar lässt als führender Kommentar („Das Markenzeichen“) für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe keine Fragen offen. Er spielt seine Stärken gerade an den Schnittstellen zum jugend- und familiengerichtlichen Verfahren wie zu den anderen Sozialleistungssystemen aus. Die Kommentierungen der Finanzierungsfragen, Inobhutnahme, Kinderschutz und örtliche Zuständigkeit/Kostenerstattung sind meinungsprägend.

Die 8. Auflage legt die Schwerpunkte insbesondere auf folgende Themen:

  • Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes (Bedarfsermittlung, Hilfe- und Teilhabeplanung, Vorrang-Nachrang)
  • Erstmalige Kommentierung der vorläufigen Inobhutnahme und der Schnittstellen zum geänderten Asyl- und Aufenthaltsrecht
  • Änderungen im Datenschutz (Auswirkungen der europäischen Datenschutz-Verordnung und des neuen BDSG)
  • Rechtsfragen im Zusammenhang mit Leistungen für (Pflege-)Kinder mit Behinderung
  • Berücksichtigung von Gute-Kita-Gesetz und Mediationsgesetz

Besonders praxisnah: Ein ausgewiesener Schwerpunkt liegt auf den Zuständigkeitsfragen, den Querschnittsfragen der Jugenddelinquenz mit den Schnittstellen zur Jugendgerichtsbarkeit und dem Kinderschutzrecht mit einer ausführlichen Kommentierung des KKG. Die neueste Rechtsprechung zur sachlichen Zuständigkeit, Kostenbeteiligung, Tagesbetreuung und den Rechtsfolgen bei der Verletzung fachlicher Standards sind berücksichtigt . Die Diskurse zu Careleavern, zur sozialpädagogischen Fachlichkeit in den Hilfen zur Erziehung, zur sozialräumlichen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe und natürlich der Inklusion sind mit den Regelungen im SGB VIII und seiner Auslegung in Beziehung gesetzt.

 

Cornel/Trenczek: Strafrecht und Soziale Arbeit
(inkl. Restorative Justice und Mediation)
Lehrbuch 2019, 262 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-5574-5

von Prof. Dr. Heinz Cornel (Alice-Salomon-Hochschule Berlin) und Prof. Dr. Thomas Trenczek, M.A. (EAH Jena)

Dieses Lehrbuch gibt einen rechtsdogmatisch fundierten und sozialwissenschaftlich begründeten Überblick über die Grundlagen und wesentlichen Themen des materiellen Strafrechts und des Strafverfahrensrechts, inklusive des Jugendstrafrechts sowie der Alternativen einer Restorative Justice. Es richtet sich an Studierende und an Praktiker der Sozialen Arbeit, unter anderem an Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Mediatoren, forensische Psychiater und Tätige in Justizvollzugsanstalten. Das materielle Straf- wie Verfahrensrecht wird ausführlich beschrieben, so dass Prozesse und Strukturen des Strafrechts grundlegend verstanden und zur Anwendung gebracht werden können. Darüber hinaus bietet das Lehrbuch auch für Jura-Studierende und Strafrechts-Praktiker eine Einführung in das strafrechtliche Denken und liefert gleichzeitig sozialwissenschaftlich-kriminologische Einblicke zur Anwendung und Praxis des Strafrechts. Ein umfassendes Stichwortverzeichnis rundet den Band ab.

 

von Boetticher / Kuhn-Zuber: Rehabilitationsrecht. Ein Studienbuch für soziale Berufe. 2019. ISBN 978-3-8487-3117-6

In Deutschland leben laut Statistischem Bundesamt rund  Mio. Menschen mit einer Behinderung. Diese Menschen haben Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe, um selbstbestimmt, diskriminierungsfrei und gleichberechtigt am Leben der Gesellschaft teilhaben zu können. Die Regelungen für diese Leistungen finden sich zwar zusammengefasst im Wesentlichen im SGB IX, allerdings hat jeder der sieben Rehabilitationsträger sein eigenes Leistungsrecht, in dem gesondert Voraussetzungen und Umfang der Leistungen geregelt sind. Das macht das Rehabilitationsrecht unübersichtlich; für Nichtfachleute ist es in der Regel praktisch nicht zu überschauen. Ziel des Lehrbuches ist es, anhand einer nachvollziehbaren und klaren Struktur Licht ins Dickicht des Rehabilitationsrechts zu legen. Es richtet sich an Studierende sozialer Berufe, ist aber ebenso für Praktikerinnen und Praktiker, die mit Menschen mit Behinderungen in verschiedener Weise arbeiten, zu empfehlen. Erläutert werden nicht nur allgemeingültige Begriff e, Beteiligungsrechte und das Verfahren im Teilhabrecht, sondern ebenso die einzelnen Rehabilitationsleistungen in ihren verschiedenen Ausprägungen und im Zusammenhang mit den jeweilig zuständigen Rehabilitationsträgern. Das ab 1.1.2020 geltende Recht der Eingliederungshilfe wird ausführlich dargestellt und ebenso grundlegende Regelungen im Schwerbehindertenrecht, einschließlich des Werkstättenrechts. Den Abschluss bildet ein kurzes Kapitel über das Verwaltungsverfahren und den möglichen Rechtsschutz. Der Fokus liegt dabei auf den Bedürfnissen der Praxis.
Die Darstellung der rechtlichen Zusammenhänge, die im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention erfolgt, wird jeweils ergänzt durch erklärende Beispiele, Fälle aus der Praxis, Schaubilder und Hinweise.