Prof. Dr. Ali Demir
Seminare – Sommersemester 2026
1.202 - Seminar Handlungswissenschaften (a)Handlungswissenschaft
Teilnehmer: 2. Semester Der Name des Seminars besteht aus zwei Begriffen; Handlung und Wissenschaft. Inhaltlich kann das Handeln vom Herstellen und Arbeiten und die Wissenschaft von dem Alltagsdenken und der Religion unterschieden werden. Als eine Einheit suggeriert Handlungswissenschaft eine nach einer theoretischen und methodischen Rationalität miteinander vermittelte Praxeologie, die eine Theorie der Praxis ist. Aus dieser Warte ist Soziale Arbeit eine Praxeologie, die praktischen Probleme sozialer Natur zum Gegenstand hat, in die Menschen geraten, weil sie in einer bereits vorkonstituierten Lebenswelt hineingeboren werden. Es sind insofern soziale Probleme, als dass sie auf die Sozialstruktur der Gesellschaft zurückgeführt werden können. Mit diesem Verständnis grenzt sich Soziale Arbeit sowohl von anderen Disziplinen wie z.B. Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Ethnologie, wie auch von anderen Professionen, wie Medizin, Recht, Seelsorge, Pflege und Pädagogik. Tatsächlich leitet sich Soziale Arbeit von der Perspektive der Betroffenen, ohne sie im erlebten und erfahrenen Sinne zu übernehmen. Vielmehr wird eine strukturierte Reflexion angestrebt, die durch eine erfahrene Nähe zum Menschen und gewollt gesetzte Distanz zu ihren sozialen Problemen gekennzeichnet ist. |
1.202 - Seminar Handlungswissenschaften (b)Handlungswissenschaft
Teilnehmer: 2. Semester Der Name des Seminars besteht aus zwei Begriffen; Handlung und Wissenschaft. Inhaltlich kann das Handeln vom Herstellen und Arbeiten und die Wissenschaft von dem Alltagsdenken und der Religion unterschieden werden. Als eine Einheit suggeriert Handlungswissenschaft eine nach einer theoretischen und methodischen Rationalität miteinander vermittelte Praxeologie, die eine Theorie der Praxis ist. Aus dieser Warte ist Soziale Arbeit eine Praxeologie, die praktischen Probleme sozialer Natur zum Gegenstand hat, in die Menschen geraten, weil sie in einer bereits vorkonstituierten Lebenswelt hineingeboren werden. Es sind insofern soziale Probleme, als dass sie auf die Sozialstruktur der Gesellschaft zurückgeführt werden können. Mit diesem Verständnis grenzt sich Soziale Arbeit sowohl von anderen Disziplinen wie z.B. Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Ethnologie, wie auch von anderen Professionen, wie Medizin, Recht, Seelsorge, Pflege und Pädagogik. Tatsächlich leitet sich Soziale Arbeit von der Perspektive der Betroffenen, ohne sie im erlebten und erfahrenen Sinne zu übernehmen. Vielmehr wird eine strukturierte Reflexion angestrebt, die durch eine erfahrene Nähe zum Menschen und gewollt gesetzte Distanz zu ihren sozialen Problemen gekennzeichnet ist. |
1.214 - BPS 1 - Praxisreflexion
Teilnehmer: 4. Semester
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1.217 - Theorien der Sozialen Arbeit (T) (b)Theorien der Sozialen Arbeit
Teilnehmer: 6. Semester
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1.217 - Theorien der Sozialen Arbeit (T) (a)Theorien der Sozialen Arbeit
Teilnehmer: 6. Semester
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1.224 - VT ArbeitsfeldEine Einführung in die Schulsozialarbeit
Teilnehmer: 6. Semester Die Einführung der Schulsozialarbeit geht im deutschsprachigen Raum auch auf die empirisch gut abgestützte Erkenntnis und die sozialpolitische Forderung zurück, dass zur Entlassung der LehrerInnen das Soziale (die Erziehung) vom sachlichen Lernen (Bildung) zu trennen ist. In diesem Zuge wurde die Schulsozialarbeit mit dem Ziel der Milderung und/oder Lösung sozialer Probleme innerhalb der Schulen beauftragt. Sie hat die Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Konfliktsituationen beizustehen, damit die betroffenen Akteure selbst einen Umgang dazu entwickeln. Schulsozialarbeit soll durch entlastende Gespräche, Beratungen und/oder Vermittlungen zu anderen Professionen zur Prävention und Überwindung von Formen der (Auto-) Aggression beitragen. Eine Frage lautet, was es braucht, damit sich die betroffenen Kinder und Jugendliche auf die Angebote der Schulsozialarbeit innerhalb der Schule einlassen. Eine Antwort wird im Konzept der Schule als eine bereits vorkonstituierte Lebenswelt gefunden. Trotz bestehenden Zeit- und Ressourcendruck auch innerhalb dieser Lebenswelt trägt Schulsozialarbeit dem Ziel eines konfliktarmen Zusammenlebens nach vertraglich abgestützten Grundsätzen bei. Dabei lässt sie sich von ihrem Spezifikum leiten, wonach sie ihre Angebote nach einem lösungsorientierten, möglichst lebensweltnahen Ansatz (Niederschwelligkeit) den betroffenen nach dem Prinzip der Freiwilligkeit zur Verfügung stellt, obwohl bzw. gerade weil ihre Adressaten dem Zwang eines Schulbesuchs ausgesetzt sind. In diesem Verständnis ist Schulsozialarbeit eine Profession, die den betroffenen Kindern und Jugendlichen die Autonomie trotz Heteronomie ermöglicht – wie I. Kant und andere Klassiker der Sozialpädagogik es sagen würden. Im Seminar werden Entwicklungsphasen, rechtliche und finanzielle Grundlagen, Arbeitsprinzipien sowie Normen besprochen, die die Schulsozialarbeit als eine Profession verfolgt. Ein Schwerpunkt wird dabei auf Mobbing als eine destruktive Handlungsoption und Bedingungen der Prävention gelegt. Daneben werden auch Konzepte der Kooperation und Partizipation (Klassenrate) besprochen. |
2.201 - Fachwissenschaft Soziale Arbeit
Teilnehmer: 1. Semester MASA Als eine Kategorie der hoch differenzierten Gesellschaft sind Professionen eine Antwort auf die Spannung zwischen Ansehen und Einfluss; während das Ansehen des Individuums auf die Zuschreibung in einer Gemeinschaft beruht, wird Einfluss durch Fähig- und Fertigkeiten während einer Ausbildung zum Beispiel an der Ernst-Abbe Hochschule im Sozialwesen erlagt. Von segmentären Ständen und Sozialklassen unterscheidet sich Profession als eine Kategorie der Gesellschaft vor allem durch Erwartung an den besonderen Fähigkeit- und Fertigkeiten des Individuums mit entsprechender Wissensstruktur. Professionen zeichnen sich durch einen lebensnotwenigen, und in der Regel monopolisierten Gegenstand aus. So bietet die Medizin die Gesundheit, die Rechtwissenschaft die Gerechtigkeit, die Wirtschaftswissenschaft die Kaufkraft, die Pädagogik die Bildung, die Politikwissenschaft die Macht an. Das Seminar stellt aus der Logik der Profession zunächst die Frage nach dem Typ der Kommunikation zwischen Individuum und Gesellschaft. Devianz und Kontrolle sind mögliche Antworten. Im Seminar werden auch besondere Antworten auf die Frage erarbeitet, was der Gegenstand der Sozialen Arbeit als Profession ist, worauf weder die Gesellschaft noch das Individuum verzichten kann. Zur Erläuterung dieser Kommunikation werden konkret verschiedene (wie strukturalistische, funktionalistische, machtheoretische) Professionsansätze vertieft besprochen. |
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